1. Allgemeine Ziele
Ziel unserer schulischen Arbeit ist, dem Schüler in seiner Entwicklung zu helfen, ihn zu befähigen, ein selbstbewusstes Mitglied einer Gemeinschaft zu sein.
Dies kann nur gelingen, wenn auch das Elternhaus in starkem Maße in diesen Prozess mit einbezogen wird (s. auch Elternmitarbeit). Die Gemeinschaft Schule, in der der Schüler sechs Jahre lang lebt, fordert ihn und gibt ihm Bestätigung.
Er wird erkennen, dass er Pflichten für die Gemeinschaft hat, die er erfüllen muss. Ohne Mitarbeit des Einzelnen kann das Ganze nicht gelingen. Er erkennt Regeln an, die notwendig sind, wenn viele zusammen leben und er wird auch Konsequenzen akzeptieren, wenn er diese Regeln verletzt haben sollte (s. auch Klassenregeln, Schulordnung).
Der Schüler wird in der Gemeinschaft bekannt gemacht mit Werten wie Toleranz anderen gegenüber, Friedfertigkeit, Ehrlichkeit, Freundlichkeit und er wird deren positive Auswirkungen schätzen lernen. Er erfährt einen offenen persönlichen Kontakt zu seinen Lehrern und er wird sich geborgen und sicher fühlen. Die Gemeinschaft hilft ihm, verloren gegangenes Selbstwertgefühl in die eigene Person oder in das schulische Leistungsvermögen wieder aufzubauen.
Seine Stärken werden unterstützt und ihm wird in seinen Schwächen geholfen (s. auch Trainingsraum, Förderunterricht, Hausaufgabenbetreuung). Die Förderung der Gesprächskultur und der angemessene verbale Umgang miteinander werden verstärkt beachtet und unterstützt. Das Gemeinschaftsgefühl wird verstärkt durch Gemeinschaftserlebnisse wie Klassenfahrten, Wandertage, Projekte, Feiern, Sportveranstaltungen, Benefizveranstaltungen und anderes mehr.
Am Ende seiner Schulzeit wird der Schüler in der Lage sein, Verantwortung zu übernehmen für sich und andere und seine Zukunft selbstbewusst zu gestalten. Er ist vorbereitet auf den Einstieg in die Berufswelt (s. auch RÜM) und verlässt die Schule als gestärkte Persönlichkeit.
1.2 . Konkrete Ziele für das Schuljahr 2007/08
Elternarbeit
(Bezug auf III.3.)
Da wir die Elterarbeit weiter intensivieren möchten, haben wir uns für das kommende Schuljahr folgende Ziele gesetzt:
- Wir möchten die Eltern motivieren, möglichst vollzählig an den Klassenpflegschaftssitzungen teilzunehmen.
- Wir möchten Verständnis bei betroffenen Eltern wecken, deren Kinder in Zusammenhang mit unseren Trainingsraumprojekt nach Hause geschickt werden. Eine intensive Zusammenarbeit zwischen Lehren und Eltern soll diesen Schülern helfen, wieder erfolgreich am Klassenunterricht teilzunehmen.
- Wir möchten möglichst viele Eltern dafür gewinnen, auf einem Berufsinformationstag ihre eigenen Berufe vorzustellen und ihre Erfahrungen an unsere Schüler weiterzugeben.
Mit Hilfe der folgenden Schritte sollen diese Ziele erreicht und überprüft werden:
- Zahlenmäßige Erfassung, in welcher Jahrgangsstufe wie viele Eltern an den Klassenpflegschaftsabenden teilnehmen.
- Abfrage der Eltern: Welche Punkte möchten sie auf den Elternabenden besprechen? Wären andere Uhrzeiten oder ein anderer Ort besser geeignet? ...
- Ausführliche Information der Eltern zum Trainingsraumprojekt. ( siehe TR-K)
- Diskussion auf der Schulpflegschaftssitzung über die Einrichtung und Gestaltung eines Berufsinformationstages.
- Schriftl. Abfrage welche Berufe vorgestellt werden könnten
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2. Trainingsraumprojekt
Zu den methodisch/didaktischen Schwerpunkten des Unterrichtens gehört auch der Umgang mit Unterrichtsstörungen. Da wir es als sehr wichtig erachten, innerhalb des Kollegiums einheitlich vorzugehen und Schülern/innen, die nachhaltig den Unterricht stören, klar ihre Grenzen aufzuzeigen, haben wir uns für ein Trainingsraumprojekt an unserer Schule entschieden. Dieses bietet zusätzlich Möglichkeiten, den Schülern zu helfen, wieder dauerhaft erfolgreich am Unterricht teilzunehmen.
Mit Hilfe dieses Projektes möchten wir folgende Ziele erreichen:
- Lernbereite und lernwillige Schüler werden vor massiven Unterrichtsstörungen geschützt.
- Als Voraussetzung für einen produktiven Unterricht wird ein störungsfreies und positives Lernklima geschaffen.
- Allen Schülern/innen sind die Folgen ihrer Störaktionen bewusst und die Konsequenzen sind für alle gleich.
- Eltern werden in den Prozess mit eingebunden, so dass Eltern, Lehrer und Schüler/innen gemeinsam an der Vermeidung von Unterrichtsstörungen arbeiten.
Eine feste „Trainingsraumgruppe“ wird die Einführung und den weiteren Verlauf der Aktion TR begleiten. Zum Ende des Schuljahres werden wir überprüfen, in wie weit sich der TR bewährt hat und welche Punkte ggf. zu ändern sind.
Stand Februar 08:
Seit Beginn dieses Schuljahres wurde der Trainingsraum erfolgreich eingeführt. Er ist Montag bis Freitag von der 2. bis zur 5. Stunde besetzt und bietet 8 Schüler/innen Platz über ihr Verhalten im Unterricht nachzudenken.
Bisher zeigen unsere Erfahrungen, dass sich der Trainingsraum bewährt und sich die Lernatmosphäre in den Klassen spürbar verbessert. |