Kernlehrpläne
In der Lehrerkonferenz vom 13.12.2005 wurde folgender
Beschluss in Bezug auf die Kernlehrpläne gefasst:
Die Kernlehrpläne werden für die Fächer Deutsch, Englisch und Mathematik
nur in ihrer Zielsetzung in das Schulprogramm aufgenommen. Die ausführlichen
Pläne liegen im Lehrerzimmer zur Einsicht bereit.
1. Deutsch
Der Deutschunterricht an unserer Schule vermittelt den Schülern und
Schülerinnen grundlegende Kenntnisse und Fertigkeiten aus den Bereichen:
Sprechen, Zuhören, Schreiben, Lesen und Reflexion über Sprache.
Gerade im Hinblick auf Lernstandserhebungen und Zentrale Abschlussprüfungen
steht der Erwerb mündlicher und schriftlicher Schlüsselkompetenzen
im Vordergrund.
Die Kolleginnen und Kollegen arbeiten nach einem standortbezogenen
Lehrplan, der auf Grundlage der Kernlehrpläne für alle Jahrgänge
entwickelt wurde.
Folgende Bereiche bilden dabei zentrale Punkte:
- Kommunikationstraining (s. Lernen lernen)
- Gespräche führen
- Aktives Zuhören
- Vortragen (z. B. Referate)
- Rollenspiele
- Körpersprache, Mimik
- Hörspiele
- Alltagstexte verfassen (Beschwerdebriefe, Reklamation,
etc.)
- Zentrale Schreibformen wie Bericht, Argumentation, etc. beherrschen
- Übergreifende Arbeitstechniken kennen und anwenden können, z. B.
Mindmap
- Textüberarbeitung durch Schreibkonferenzen oder am PC
- Kreatives Schreiben
- Informationsquellen nutzen, z. B. Internetrecherche
- Umgang mit dem Wörterbuch (Training, Stationenlernen)
- Lesetechniken und –strategien kennen und nutzen
- Texterarbeitungsstrategien (s. Lernen lernen)
- Handlungs- und produktionsorientierter Literaturunterricht
- Aktuelle Kinder- und Jugendliteratur
- Klassenlektüre, anfertigen eines Lesetagebuches
- Schulbibliothek
- Zeitungsprojekte
- Sprachen in der Sprache kennen und unterscheiden (Standardsprache,
Umgangssprache, Fachsprache)
- Handlungsorientierter Umgang mit Sprache (Rechtschreibung, Grammatik,
Interpunktion)
- Rechtschreibtraining in Klasse 5 bis 7 in Zusammenarbeit mit dem
Klett-Verlag
- Rechtschreibstrategien erlernen und beherrschen
- Diagnostischer Rechtschreibtest zur Feststellung der Lernvoraussetzung
in Klasse 5
2. Mathematik
Voraussetzungen
Da wir eine Angebotsschule sind, finden sich im 5. Schuljahr Schüler
und Schülerinnen aus bis zu zehn verschiedenen Grundschulen mit z.
T. sehr unterschiedlichen Grundkenntnissen zusammen. Deshalb verschaffen
wir uns mit Hilfe einer „Eingangsdiagnose“ einen Überblick darüber,
was unsere Schüler schon können und wo noch Wissenslücken bestehen.
Letztere liegen sehr oft im Bereich der Grundrechenarten, insbesondere
der schriftlichen Multiplikations- und Divisionsverfahren. Um alle
Schüler auf den gleichen Stand zu bringen, wird zunächst an der Beseitigung
der vorhandenen Defizite gearbeitet, um auf die notwendige mathematische
Grundbildung aufbauen zu können.
Anforderungen/Ziele
Die Themen und Aufgabenstellungen des Mathematikunterrichts orientieren
sich an den Kernlehrplänen, die im schuleigenen Lehrplan umgesetzt
sind. Dort sind die Inhalte sowie die zu erreichenden Kompetenzen beschrieben
und darauf abgestimmte Schlüsselaufgaben verfügbar. Der Stoffplan (Themenfolge)
wird – bezogen auf die Erfordernisse des Jahrgangs – zu Beginn des
Schuljahrs von den Fachlehrern gemeinsam festgelegt.
Themen und Aufgabenstellungen beziehen sich auf die Lebenswirklichkeit
der Schüler (Gegenwartsbezug) und die Anforderungen des Berufs- und
Erwachsenenlebens (Zukunftsorientierung), wie dies auch in den Leitideen
„Berufsorientierung und Lebensplanung“ der neuen Kernlehrpläne Berücksichtigung
findet.
Mathematik schult analytisches und logisches Denken, fördert
Eigenverantwortung (siehe auch Hausaufgaben) und Koordinationsvermögen.
Die Schüler sollen in die Lage versetzt werden, mathematische Fragestellungen
zu erkennen, zu verstehen und dafür selbstständig Lösungswege zu finden,
zu begründen und zu beurteilen. Zunehmend sind die Problemstellungen
einer neuen Aufgabenkultur (offene Aufgaben, vernetzte Aufgaben, Fermi-Aufgaben
u. a.) Bestandteile des Unterrichts.
Fordern und Fördern
Neben dem Eingangstest (s. o.) wird die Lernstands-Diagnose durch die
Teilnahme der Klassen 5 und 6 am e-fit-Programm unterstützt. Die Arbeit
mit diesem Online-Angebot ermittelt den Kenntnisstand sowie den individuellen
Förderbedarf der Schülerin/des Schülers und bietet Übungsmöglichkeiten
zur Behebung von Defiziten. Vor den Klassenarbeiten werden themenbezogen
Selbst-Diagnosebögen eingesetzt. So kann der Schüler selbst erkennen,
wo seine Defizite liegen und er noch weiter üben muss.
Am Ende der Jahrgänge 5 und 6 findet als letzte Klassenarbeit unter
Prüfungsbedingungen die KHS-Mathe-Olympiade statt. Hier werden die
Inhalte des gesamten Schuljahres abgetestet. Die Jahrgangsbesten werden
mit Urkunden ausgezeichnet und erhalten Sachpreise. In einer „sportlichen“
Wettbewerbssituation erfahren die Schüler, dass Mathe Spaß machen kann
und Leistung sich lohnt.
In allen Jahrgangsstufen wird Mathematik mit fünf Wochenstunden unterrichtet.
Die Qualität und Effektivität von Unterricht ist stark abhängig von
den verfügbaren Kapazitäten. Wir investieren deshalb viel Zeit und
Personal in die Erprobungsstufe. Damit ist die Hoffnung verbunden,
dass sich so bei den Schülern die nötige Arbeitskultur als „Rüstzeug
für später“ verfestigt.
Leistungsdifferenzierung / Prüfungen
Ab Klasse 7 werden die Schüler (wie in Englisch auch) dem Grund- oder
Erweiterungskurs zugeordnet. Dabei spielt es keine Rolle, ob jemand
in der Basis- oder der Aufbauklasse ist. Ein „befriedigend“ in einem
E-Kurs ist eine Voraussetzung für den Besuch der Klasse 10, Typ B,
welche mit der Fachoberschulreife (FOR) abschließt. In der Regel gibt
es in einem Jahrgang so viele Kurse wie Klassen, wobei die Grundkurse
meist etwas kleiner als die Erweiterungskurse sind. Bis zum 9. Schuljahr
kann ein Schüler bei guten Leistungen und entsprechender Arbeitshaltung
in den E-Kurs wechseln.
Im zweiten Halbjahr Klasse 8 stehen in den Hauptfächern die landesweiten
Lernstandserhebungen an. Ab diesem Jahrgang kommt auch der Taschenrechner
verstärkt zum Einsatz, wobei die schriftlichen Rechenverfahren keineswegs
vernachlässigt werden.
Im 10. Schuljahr haben wir die Zentralen Prüfungen im
Blick. Dafür wollen wir unsere Schüler so gut wie möglich qualifizieren
und bieten Sonderunterricht auf freiwilliger Basis an, wenn es die
personelle Situation ermöglicht.
Hausaufgaben
Den Hausaufgaben kommt nach unserer Auffassung gerade in Mathematik
nach wie vor ein hoher Stellenwert zu. Durch die selbstständige Beschäftigung
mit Aufgaben und Problemstellungen gewinnt der Schüler Sicherheit bei
den Lösungsverfahren und die Erkenntnisse, wo seine individuellen Defizite
liegen. Zur Unterstützung bieten wir derzeit viermal pro Woche eine
Hausaufgabenbetreuung in Klasse 5 an. Schüler der Klassen 6 können
die Hausaufgaben unter Aufsicht älterer Schüler erledigen.
3. Englisch
Wir planen den Englischunterricht auf den Hintergrund
der vorliegenden Kernlehrpläne. Die geforderten Qualitätsstandards
werden von uns durch parallele Arbeiten überprüft. Dazu verwenden wir
die Kontrollaufgaben des neuen Lehrwerks bereits in Klasse 5 und 6.
Die Bewertung wurde in der Fachkonferenz erarbeitet.
Aufbauend mit der Einführung des neuen Lehrwerkes in Klasse 7 ff wird
diese Praxis fortgeführt.
Am Ende der Klasse 8 werden die Ergebnisse der Lernstandserhebungen
evaluiert und beeinflussen die Stoffauswahl und die individuelle Laufbahnberatung
der Schüler bezüglich 10 Typ A oder Typ B.
Am Ende der Klasse 10 steht die zentrale Prüfung (ZP) an, in der die
Schüler die im Laufe der Unterrichtsarbeit erworbenen Kompetenzen unter
Beweis stellen müssen.
Um auf die vielfältigen Aufgaben dieser Prüfung angemessen vorbereiten
zu können, arbeiten wir lt. Beschluss der Fachkonferenz in Klasse 10
ohne festes Lehrwerk. Stattdessen setzen wir Arbeitsmaterialien ein,
die gezielt die geforderten Kompetenzen trainieren und den Schülern
die Möglichkeit geben, Leistungsüberprüfungen im Stil der ZP zu schreiben.
Die äußere Differenzierung erfolgt ab Klasse 7. Ein Wechsel zwischen
E- und G-Kurs ist zum Halbjahr möglich.
Wir benutzen im Englischunterricht das neue Lehrwerk „Let`s
go“ (Klett), das aufbauend die alte Ausgabe ersetzt. Verstärkt benutzen
wir im Unterricht die Lernsoftware.
Zur Zeit ist die Software zu Band1 und 2 im Computerraum installiert.
Es soll auf weitere Bände ausgeweitet werden.
Der Ausbau der Schülerbücherei mit einem großem Anteil
an englischsprachiger Literatur mit aktuellen Titeln in einfachem Grundwortschatz
unterstützt denselben Zweck und verschafft Erfolgserlebnisse.
4. Sport
Der Fachbereich Sport erfährt an unserer Schule eine ganz
besondere Beachtung.
Neben den vielseitigen körperlichen Erfahrungen wird betont Wert gelegt
auf kognitive Erlebnisse wie „Leistung erbringen und reflektieren“
oder „gemeinsam handeln, wettkämpfen und sich verständigen“, wobei
der Schwerpunkt auf den Begriffen „gemeinsam“ und „sich verständigen“
liegt.
Daher haben wir auch schon seit Jahren die „trockenen“ Bundesjugendspiele
umgestaltet zu einem „Sportfest“, an dem alle Schüler gemeinsam und
engagiert teilnehmen.
Zusätzlich zum üblichen Dreikampf Laufen, Springen, Werfen oder Stoßen
messen sich die Klassen Jahrgangsweise in gemischt besetzten Klassenstaffeln
über 4 mal 100 Meter.
Diese Duelle werden natürlich lautstark von den jeweiligen Klassenmitgliedern
von der Tribüne her unterstützt und bilden deshalb einen positiven
Höhepunkt.
Auch die anschließenden Läufe über 800m (Mädchen) und 1000m (Jungen)
vor großem Publikum lassen die Emotionen in die Höhe schießen, werden
doch auch noch die letzten, zumal, wenn sie aus eigenen Klasse sind,
frenetisch angefeuert.
Dieses Konzept wird von den Schülern gerne angenommen, was auch die
nahezu komplette Teilnahme aller Wettkämpfer beweist.
Zusätzlich zum Wettkampf in Leichtathletik wird auch in diesem Jahr
ein Triathlon in Klasse 5 und 6 ausgerichtet. Bei positiver Erfahrung
ist eine Ausweitung auf weitere Klassen vorgesehen.
Neben den Inhalten der Sport-Richtlinien stehen an unserer Schule jahrgangsübergreifend
in allen Klassen die Ziele Ausdauer, Gymnastik, Hinführung zur Hilfestellung,
Übernahme von Verantwortung und soziales Verhalten im Vordergrund.
Neben unserer schuleigenen Turnhalle, die allerdings nur eingeschränkt
genutzt werden kann, stehen uns noch drei Großraumhallen zur Verfügung.
Durch das neue Hallenbad in Opladen konnten wir die Sportart Schwimmen
auch für andere Stufen einrichten.
Diese Tatsache und der Umstand, dass wir im Fach Sport auch personell
sehr gut ausgestattet sind, ermöglicht eine optimale Durchführung des
Sportunterrichtes. Auch soll der Bereich Tanzen verstärkt werden, da
unserer Schule auch eine Tanzhalle zur Verfügung steht.
Wir veranstalten jährlich schulinterne Turniere in den Sportarten Tischtennis,
Fußball, Basketball und Volleyball. Diese Veranstaltungen sind bei
den Schülern sehr beliebt und werden oft ungeduldig erwartet.
Außerdem nimmt unsere Schule seit einigen Jahren recht erfolgreich
am Leverkusener Halbmarathon teil, ebenso an der Stadtmeisterschaft
Fußball und diversen Turnieren in verschiedenen Sportarten.
Die Schwimmaktion „Powern für Pänz“ wurde von unseren Schülern mit
großem Erfolg unterstützt. Diese Aktion stand unter dem Motto „Kinder
helfen Kindern“.
Die Sportart Klettern ist im Sportunterricht sowie als WPU verankert.
Im Wahlpflichtunterricht (WPU) kommt der Sport ebenfalls nicht zu kurz.
Zur Zeit gibt es WPUs in Tanz, Luftgewehrschießen, Fußball und Tischtennis.
Geplant für die Zukunft ist auch die Berücksichtigung der Trendsportarten
Inline-Skating und Walking (Nordic-Walking).
5. Naturwissenschaften
Wir versuchen in den naturwissenschaftlichen Fächern Interesse
und Verständnis für die Bedeutung der uns umgebenden belebten und unbelebten
Natur zu wecken bzw. zu vertiefen.
Durch beispielartige Einblicke in Gesetzmäßigkeiten und Phänomene unserer
Umwelt wollen wir aber nicht nur Kenntnisse vermitteln, sondern unsere
Schüler auch zu der Einsicht bringen, dass jeder einzelne durch sein
verantwortungsvolles Verhalten zum Erhalt des erforderlichen Gleichgewichtes
im Gesamtsystem beitragen kann.
Der naturwissenschaftliche Unterricht teilt sich an unserer Schule
zur Zeit in allen Jahrgängen auf in die Fächer Biologie (überwiegend
ganzjährig), Physik und Chemie (für je ein Halbjahr im Wechsel).
Biologie bzw. Physik/Chemie wird in allen Jahrgängen jeweils zweistündig
pro Woche erteilt.
Um den Mädchen größere Entfaltungsmöglichkeiten zu bieten, teilen wir
in den Fächern Physik und Chemie die Klassen, wo möglich, in reine
Jungen- bzw. Mädchengruppen auf.
Für jedes der drei Fächer stehen moderne Fachräume mit
Vorbereitungsraum und Materialsammlung zur Verfügung. Unser Schulgarten
wird im Moment von einer Wahlpflichtgruppe betreut.
Besondere Bedeutung kommt in unserem naturwissenschaftlichen
Unterricht dem Prinzip der Handlungsorientierung mit größtmöglicher
Anschaulichkeit zu.
Je nach Unterrichtsgegenstand, werden auch außerschulische Lernorte
genutzt.
6. Arbeitslehre
6.1 Wirtschaftslehre
Allgemeines
In Wirtschaftslehre werden Kenntnisse vermittelt, die jeder Mensch
als Teilnehmer am Wirtschaftsgeschehen benötigt, sei es z. B. als Konsument
oder in der Berufs- und Arbeitswelt. So trägt das Fach zur Umsetzung
der Leitideen „Berufsorientierung und Lebensplanung“ bei. Die Schüler
sollen befähigt werden, ihre eigene Stellung und Handlungsfähigkeit
im Wirtschaftsgefüge zu erkennen sowie in die Lage versetzt werden,
Markt- und Wirtschaftsgeschehen zu beurteilen.
Das Fach wird regulär ab Klasse 7 mit einer Wochenstunde erteilt. Aus
pädagogischen und didaktischen Gründen hat die Lehrerkonferenz eine
Abkehr von der Erteilung einstündigen Unterrichts beschlossen. Deshalb
wird das Fach in den Jahrgängen 9 und 10 derzeit mit zwei Wochenstunden
unterrichtet.
Wirtschaftslehre ist Teil des Fachbereichs Arbeitslehre (außerdem:
Haushaltslehre und Technik). In der Klasse 10, Typ A, ist Arbeitslehre
Hauptfach. Zusätzlich zu den Einzelnoten wird eine Gesamtnote gebildet,
die abschlussrelevant ist.
Wirtschaftslehre ist eng mit dem Bereich der Berufsorientierung (siehe
Berufsorientierungskonzept) verbunden, z. B. werden Teile des Berufswahlpasses
behandelt und erarbeitet. Ebenso sind Vor- und Nachbereitung der Betriebspraktika
und von Betriebserkundungen Bestandteile des Fachunterrichts.
Die Fachlehrer halten Kontakt zu Betrieben und beruflichen Trägern
der Region, arbeiten im Arbeitskreis „Schule/Wirtschaft“ mit und absolvieren
selbst Betriebspraktika. Inhalte/Themen
1. Konsumverhalten und Verkaufsstrategien (Bedürfnisse, Werbung …)
2. Marktgeschehen (Hersteller, Anbieter, Verbraucher/ Angebot und Nachfrage)
3. Geld (Vom Tausch- zum Geldhandel, Girokonto, Sparformen, Kredit)
4. Arbeit und Beruf (Technischer und Wirtschaftlicher Wandel / Kennen
lernen von Berufen aus industrieller Produktion, Handwerk und Dienstleistungsbereich)
5. Betriebspraktikum
6. Arbeit und Betrieb (z. B. Arbeitsbewertung und Einkommen / Tarifverhandlungen
/ Gewerkschaften / Mitbestimmung)
7. Ausbildung (z. B. Bewerbung und Vorstellung / Eignungstests / Ausbildungsvertrag
/ Jugendarbeitsschutzgesetz / Duales System)
8. Sozialversicherung / Probleme der sozialen Sicherung
9. Neue Technologien und ihre Auswirkung auf die Arbeitswelt (Rationalisierung
/ Globalisierung)
10. Produktion und Umweltschutz
6.2 Technik
Im Technikunterricht steht die praktische Arbeit der Schüler/innen
im Vordergrund. Im Umgang, z.B. mit den Materialien Holz und Metall,
entdecken sie eigene Stärken und erfahren in Bezug auf die Berufswahl
neue Impulse. Dabei wird großer Wert auf den sicheren Umgang mit den
verwendeten Materialien, Werkzeugen und Maschinen gelegt.
Darüber hinaus setzen sich die Schüler/innen mit den Auswirkungen technischer
Errungenschaften auf die Umwelt auseinander.
Der Technikunterricht wird in den Jahrgangsstufen 7 bis
10 im Halbjahreswechsel erteilt. Jede Klasse wird in zwei Gruppen aufgeteilt,
die parallel in Technik und Hauswirtschaftslehre (halbjährlich im Wechsel)
mit einer Doppelstunde pro Woche unterrichtet werden.
In Klasse 7 steht der Werkstoff Holz, in Klasse 10 der
Werkstoff Metall im Vordergrund. Der Jahrgang 9 beschäftigt sich neben
Techniken zur Metallverbindung mit Steuerungs- und Motorentechnik.
In der Jahrgangsstufe 8 wird der Technikunterricht ausschließlich als
Informatikunterricht erteilt.
6.3 Hauswirtschaft
Hauswirtschaft findet ab Klasse 7 zweistündig und halbjahresweise
im Wechsel mit Technik statt. Im Mittelpunkt des Hauswirtschaftsunterrichts
steht die Zubereitung von Speisen. Auf diese Weise können die Schüler/innen
anwendungsbezogene Fachkenntnisse gewinnen und fachgerechte Arbeitsweisen
üben.
Wir beginnen in Klasse 7 mit einer allgemeinen Einführung in den Bereich
der Hauswirtschaft. Dazu gehören im Wesentlichen folgende Punkte:
Ø Überblick über die Bereiche der Haushaltsführung ( Finanzplanung,
Einkaufen und Kochen, Wäsche, etc.)
Ø Sicherheitsregeln in der Küche
Ø Persönliche und Lebensmittelhygiene
Ø Umweltgerechte Pflege und Reinigung der Schulküche
Ø Grundtechniken der Nahrungszubereitung ( richtiges Schneiden, Umgang
mit den Elektrogeräten, etc. )
Diese theoretischen Grundkenntnisse werden durch die Zubereitung einfacher
Gerichte vertieft.
Aufbauend auf diesen Grundlagen erlernen die Schüler/innen in den Klassen
8 und 9 theoretische und praktische Kenntnisse in folgenden Bereichen:
Ø Gartechniken ( Braten, Dünsten, Backen, etc )
Ø Feste feiern ( Buffet, Nachmittagskaffee, Menü )
Ø Ggf. Kostformen ( Schonkost, Vollwert, Reduktionskost)
In Klasse 10 stehen Arbeitsplanung und Tischformen ( Serviertipps und
Tisch decken) im Vordergrund.
Als umfassender Abschluss des Hauswirtschaftsunterrichts planen und
bereiten die Schüler/innen im Prüfungskochen in Vierergruppen ein dreigängiges
Menü. Hierzu gehören neben der selbstständigen Vorbereitung auch die
Erstellung eines Einladungsschreibens, eines Arbeitsplanes und in passend
dekorierter Tisch.
7. Religion
siehe II.1. und III. 5.
Themen zum Jahresfestkreis
Begrüßungsgottesdienste
Teilnahme an diversen Angeboten der Jule - Kirche
Thema : Tod als Projekt für die besinnliche Jahreszeit
- Gespräch mit Betreuern aus dem Hospiz
- Besuch eines Beerdigungsinstituts
- Besuch eines Friedhofs
- Teilnahme an der Aktion zur Reichsprogromnacht
Im Advent
- Schmücken des Balkons, sowie der Fenster zur Straße
- Adventssingen im Treppenhaus
- Frühschicht in der Aula
Dreikönigsfest
Fastenzeit
- Aschermittwoch, Teilnahme an der Vergabe des Aschenkreuzes für die
Stufen 5 und 6
- Frühschichten an den beiden Freitagen vor Ostern (gemeinsam mit Pfarrer
Teller in der Aula)
- Fastenessen für die Stufe 8
Besinnungstage für die Stufe 10
Wallfahrt für die Stufe 7 nach Köln –Stammheim
Abschlussgottesdienst der 10. Klassen
- thematische Gestaltung gemeinsam mit Pfarrer Teller
- Lieder
- Lesungstexte
- Gestaltung des Kirchenraumes
8. Gesellschaftslehre
Der Lernbereich Gesellschaftslehre beinhaltet die Fächer
Erdkunde und Geschichte/Politik.
In diesem soll das Verständnis globaler, sozialer, politischer und
wirtschaftlicher Ereignisse, Strukturen und Prozesse vermittelt werden.
Durch die Erkundung des Nahraumes und der Auseinandersetzung mit regionalge-schichtlichen
Fragestellungen sollen die Schüler befähigt werden, sich im politischen,
gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben zu engagieren.
Dieses Ziel wird an unserer Schule unterstützt durch die Einbeziehung
außerschulischer Lernorte. Auch hierbei sollen fachspezifische und
fachübergreifende Kompetenzen und Methoden erworben werden (siehe Kernlehrpläne).
Außerdem dienen derartige Unterrichtsgänge und Exkursionen dazu, Schüler
für erdkundliche und historische Ereignisse, Gegebenheiten und Sachverhalte
zu sensibilisieren.
9. Musischer Bereich (KuMuTx)
Musik (Mu)
Der Musikunterricht wird aus personellen Gründen an unserer Schule
in diesem Schuljahr 2010/11 in folgenden Gruppen unterrichtet: halbjährlich
im Klassenverband für die Stufen 5 bis 7 und eine gemeinsame WPU
für die Klassen 7 bis 10.
Der Schwerpunkt der Vermittlung vom Erlernen und Singen neuer Lieder
wird ausgebaut, wobei auch aktuelle Popsongs mit berücksichtigt werden.
Instrumenteller Unterricht soll im Laufe des Schuljahres aber einen
größeren Schwerpunkt bilden, wobei hier zunächst nur auf die vorhandenen
Instrumente zurückgegriffen werden kann, die möglichst alle einbezogen
werden sollen. Gewünscht ist ein gemeinsames Musizieren mit verschiedenen
Musikinstrumenten, der ab und an auch mit Gesang bereichert sein
kann. Schüler, die ein Musikinstrument erlernt haben, werden ebenso
mit einbezogen.
Keyboards sollen zukünftig einen weiteren Schwerpunkt bilden, da
es nachgewiesen ist, dass ein bestimmtes Niveau jeder Schüler schaffen
kann – selbst ohne Notenkenntnisse oder Erfahrungen auf anderen Musikinstrumenten
und ohne ein eigenes Keyboard zum Üben zu besitzen. Daher ist geplant,
dass ein Teil des Musikunterrichts für das regelmäßige Üben auf dem
Keyboard verwendet wird.
Die Musikpraxis soll möglichst immer im Vordergrund stehen, sodass
Musik besser begriffen wird und im Alltag anders erfahren wird als
sonst.
Aus dem oben beschriebenen praktisch orientierten Musikunterricht
sollen auch Musikstücke und Lieder hervorgehen, die bei bestimmten
Anlässen
aufgeführt werden können. Dabei werden zunächst die bereits vorhandenen
Anlässe weiterhin genutzt und weitere gesucht. Vorhandene Anlässe
sind Begrüßung neuer Schüler, Verabschiedung von Kollegen, Schulfest,
Karnevalsfeier,
vorweihnachtliches Singen zur Adventszeit etc.
Außerdem ist ein kleines Musical in Arbeit, die die Klassen 5 einstudieren
werden.
Ziel ist es, den Spaß am musikalischen Tun zu erhalten, zu fördern
und mit den Musikstunden ein bewusstes Ventil zu bieten und einen
Ausgleich zur oft bewegungsarmen geistigen Arbeit in den nicht musischen
Fächern.
Kunst und Textilgestaltung (KuTx)
Das Fach KuTx wird halbjährlich von Klasse 5 bis Klasse
10 zweistündig unterrichtet.
Der Unterricht findet im Klassenverband statt.
Auch im Rahmen des Wahlpflichtunterrichtes werden zusätzliche kreative
Kurse wie Malen/Zeichnen und Tanztheater angeboten.
Den Fächern Kunst und TX kommt eine den eher „rationalen Fächern“ gleichrangige
Bedeutung zu, die nicht unterschätzt werden darf.
In einem handlungsorientierten Unterricht, der praktisches Arbeiten
und fachtheoretische Reflexion verbindet, wollen wir:
· das ästhetische Empfinden und Handeln fördern,
· die Kreativität fördern und die Freude am kreativen Tun wecken,
· das Sehen-Lernen, d.h. die Sensibilität fördern,
· das Interesse an kultureller Tradition und an neuen Entwicklungen
wecken,
· die Möglichkeit der Mitgestaltung der eigenen Lebenswelt bewusst
machen,
· das manuelle, feinmotorische Geschick entwickeln,
· das vorausschauende Planen und das Problemlöseverhalten schulen,
· den verantwortlichen Umgang mit Materialien und Werkzeugen wecken,
· Anregungen für eine sinnvolle Freizeitgestaltung geben,
· Möglichkeiten der beruflichen Entscheidung aufzeigen.
Geplant ist, die museumspädagogische Zusammenarbeit mit dem „Schloss
Morsbroich“ und anderen umliegenden Museen zu intensivieren. |