II. Pädagogische Grundorientierung

1. Katholische Grundorientierung
 
Christliche Werte bestimmen in allen Bereichen die Ziele und das Programm einer katholischen Schule.
Schon bei der Anmeldung verpflichten sich die Eltern dem besonderen Erziehungsauftrag einer staatlichen Konfessionsschule.
Eine katholische Schule hat ihre Bedeutung nicht zuletzt darin, dass sie das Erziehungsrecht der Eltern stärkt und Eltern in die Erziehung zu einer christlich-demokratischen Wertvorstellung einbindet.

Als katholische Schule fühlen wir uns besonders diesen christlichen Zielen verpflichtet:

  • Erziehung zur Freiheit auf der Basis des christlichen Glaubens
  • Annahme und Förderung der Persönlichkeit unter Achtung der

                Unterschiedlichen Fähigkeiten, Talente und Stärken

  • Stärkung der Gemeinschaftsfähigkeit

 

Akzente

Als katholische Schule setzen wir daher folgende Akzente:

  • Religionsunterricht als unverzichtbarer und verbindlicher Bestandteil des Erziehungs- und Bildungsangebotes
  • Kennenlernen der anderen Weltreligionen
  • Das Feiern von wöchentlichen Jahrgangsgottesdiensten, die von den Schülern mit vorbereitet und gestaltet werden können
  • Abschlussgottesdienst mit den Entlassschülern
  • Frühschichten in der Advents- und Fastenzeit als Angebot für alle
  • Besuch der einzelnen Pfarrkirchen unserer Schüler (Klasse 5/6) undKirche als Lernort
  • Besuch der Anna Kapelle in Lev .- Lützenkirchen (Klasse 5)
  • Adventssingen im Treppenhaus (Klasse 5)
  • Wallfahrt im Mai zur Pfarrkirche St. Mariä Geburt in Köln-Stammheim (Klasse 7)
  • Fastenessen mit Meditationsangebot in der Aloysiuskapelle (Klasse 8)
  • Projekt zum Thema „Sterben, Tod und Auferstehung“ (Klasse 9)
  • Religiöse Besinnungstage (Klasse 10)

2. Hauptschule im gesellschaftlichen Umfeld

Bedeutung der Hauptschule

Die Bedeutung der Hauptschule wird und wurde immer viel diskutiert.
Für uns ist die Hauptschule eine Schulform, in der Schüler ihr Selbstvertrauen (wieder) aufbauen und weiterentwickeln können. Eine Schulform, in der Wert auf den persönlichen Kontakt zwischen Lehrer und Schüler gelegt wird und in der die Schüler ihre eigenen Stärken erkennen und ausbauen können.
Die Hauptschule bereitet schwerpunktmäßig auf das Berufsleben vor, d.h. sie steht in engem Kontakt mit den Firmen und Wirtschaftszweigen der Umgebung  und vermittelt den Schülern die notwendigen Schlüsselkompetenzen.
Sie macht die Schüler ausbildungsfähig und gibt ihnen damit einen guten Start in ihr weiteres Leben.
Besonders aber haben auch unsere Hauptschüler mit ihren mehr praktisch
geprägten Begabungen ein Anrecht auf Ausbildung und einen erfüllenden und Existenz sichernden Arbeitsplatz. Dies ist für die Wahrung des sozialen Friedens von fundamentaler Bedeutung.

3.  Sozialkompetenzen

Die Schüler sollen lernen eigenverantwortlich zu handeln. Im schulischen Bereich heißt Eigenverantwortung auch, zum Gelingen von Unterricht und zu einem angenehmen Schulklima beizutragen.

3.1. Sauberes Schulumfeld       

Jeder Schüler und jeder Lehrer trägt Mitverantwortung für Aussehen und Zustand des Gebäudes, der Klassenräume, Flure und des Schulgeländes.

a)     Lehrer vermitteln Schülern die Einsicht, dass

  • unsere Schule als denkmalgeschütztes Gebäude etwas Besonderes und deshalb schützenswert und pfleglich zu behandeln ist,
  • Müll / Schmutz, der gar nicht erst entsteht, auch nicht entsorgt werden muss,   
  • der Aufenthalt und das Arbeiten in einer sauberen und gepflegten Umgebung das
  • Wohlempfinden fördert,
  • es etwas Positives ist, wenn Verunreinigungen beseitigt sind,
  • es korrekt ist, „Umweltferkel“ auf ihr Fehlverhalten hinzuweisen.

b)     Wodurch können diese Einsichten vermittelt werden?

  • Lehrer ermuntern Schüler zur Mithilfe bei der Sauberkeit.
  • Lehrer gehen mit gutem Beispiel voran.
  • Lehrer achten auf die Durchführung des Ordnungsdienstes.
  • Der Ordnungsdienst wird dahingehend erweitert, dass jede Klasse für      einen bestimmten Bereich außerhalb des Klassenraums verantwortlich ist.
  • Es ist eine Sauberkeits-Olympiade geplant.

 

3.2 Einhaltung von Vereinbarungen

Unsere Gemeinschaft kann nur funktionieren, wenn die Schulordnung und auch
scheinbar banale Regeln eingehalten werden, wie beispielsweise

  • Regeln beim Betreten des Hauses nach den Pausen,
  • Regeln beim Betreten eines Klassenraumes während des Unterrichtes und
  • gewissenhaftes Ausführen der Klassendienste.

                                               
3. 3. Kommunikationskultur

Die Gesprächskultur und der verbale Umgang miteinander befinden sich auch bei vielen unserer Schüler in beklagenswertem Zustand. Die Ursachen sind bekannt. In den Familien fehlt es an Kommunikation. Gespräche finden dort häufig vor allem im Zusammenhang mit Konfliktsituationen statt. Die Negativbeispiele durch Talk- oder Gerichtsshows fördern aggressives Verbalverhalten und Missachtung des Gegenübers.
Dagegen soll unseren Schülern die Bedeutung eines freundlichen und respektvollen Umgangs vermittelt werden.

a)   Schüler sollen

  • Unterrichtsgespräche sachlich führen können,
  • zuhören können,
  • Mitschüler und Lehrer ausreden lassen,
  • höflich und freundlich miteinander sprechen können,
  • sich sachlich und ehrlich äußern können, z.B. in Konfliktsituationen.

 

b)   Wie kann dies vermittelt werden?

  • gemeinsames Formulieren von Gesprächsregeln,
  • regelmäßiges Durchführen von Kreisgesprächen,
  • Einüben von Diskussionsregeln,
  • Einüben von angemessenem Verhalten in Alltagssituationen, z.B. durch Rollenspiele

3.4.     Stärkung des Respekts vor fremdem Eigentum

  • Verfolgen und Aufarbeiten von Diebstählen
  • Mitnahme von „Fundsachen“ und Weiterleitung an den Lehrer
  • Schaffung bzw. Stärkung des Unrechtsbewusstseins bei  

Sachbeschädigung und Vandalismus

3.5.     Freilegen bzw. Verbesserung der Fähigkeit zu Mitgefühl (Empathie)

  • Streitereien auf dem Schulhof
  • Ausgrenzung und Mobbing
  • Probleme beim Umgang mit Tieren

 

In diesem Punkt gilt es, die Opfer zu stärken und Übergriffe konsequent zu ahnden.

>> Zurück zum Schulprogramm

>> Zurück zur Hauptseite