III. Zielsetzungen und schulische Arbeitsfelder


3. Lernen lernen

Projekt „Lernen lernen“

Ein wichtiger Bestandteil unseres Schullebens ist das Projekt „Lernenlernen“, das seit vielen Jahren an unserer Schule eingeführt ist, kontinuierlich erprobt wurde und ständigen Reflektionen und Fortschreibungen unterworfen wird. Dies geschieht unter anderem auch durch regelmäßige Fortbildungen der Lehrer in Zusammenarbeit unter anderem mit dem IfL (Institut für Lehrerfortbildung) Mülheim – Ruhr und anderen Anbietern.

Stärkung von Wissen und Persönlichkeitsbildung, Erlernen von Lernstrategien und Lerntechniken des selbstständigen Lernens, Teamfähigkeit und kooperatives Lernen (soziales Lernen) sind die Hauptbestandteile dieses Projektes.

Dieses Konzept ermöglicht jedem Schüler, sein Lernen selbst zu organisieren und Methoden kennen zu lernen, die in allen Fächern anwendbar sind:

  • das Erschließen und Präsentieren eines Textes,
  • Erwerb von Sprachstrategien und Verbesserung des verbalen Umgangs miteinander (Kommunikationsfähigkeit),
  • jede Form der Arbeitsorganisation und auch der Motivation
  • verstärkte Gruppenarbeit
  • Vorbereitungen auf Klassenarbeiten
  • Erlangung der Teamfähigkeit besonders im Hinblick auf die Seiteneinsteiger in Klasse 7.

Besondere Bedeutung kommt der Materialliste zu, welche die Schüler bis Klasse 7 vor den Sommerferien erhalten. Diese klare Vorgabe erleichtert Schülern, Eltern und Lehrern die Arbeitsorganisation. Das Mitteilungsheft bzw. das Hausaufgabenheft dient der Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule und ist ein wichtiger Bestandteil guter Zusammenarbeit. Jeder Schüler bekommt zu Beginn seiner Schulzeit an der KHS einen Schnellhefter „die sogenannte MINTMappe“ (Farbe Mintgrün), in dem Informationen an die Eltern (z.B. Telefonnummern der Schule, Elternbriefe), Wochenübersichten, Arbeitsblätter und Tipps aufbewahrt werden, die immer wieder nachgelesen werden können und sowohl Hilfen für die Schüler als auch die Eltern sind und die jedes Wochenende (Wocheninformationsblatt) von den Eltern gegengezeichnet werden sollen.

Deshalb starten wir nach den Sommerferien in den Klassen 5,6 und 7 mit einer Klassenunterrichtswoche. Diese Zeit ist für das Erlernen, Auffrischen von Arbeitstechniken und für das soziale Lernen reserviert. Für uns bedeutet dies, dass Lernen nur dann  vorwiegend funktionierten kann, wenn das Lernklima in der Gruppe stimmt. Im Laufe des Schuljahres werden diese Methoden und Phasen in den einzelnen Fächern vertieft.

In Klasse 5 findet im Herbst der Arbeitsorganisationstag (Schreibtischgestaltung, Zeitmanagement, Hausaufgaben und Packen der Schultasche) statt.

Außerdem ist eine Klassenfahrt im Laufe des Schuljahres nach Jünkerath (Eifel) unter dem Thema „Stärkung der Gemeinschaft“ vorgesehen.

In Klasse 6 wird besonders das Methodentraining zur Texterschließung gefördert. Es finden verstärkt Exkursionen in einzelnen Fachbereichen statt mit den Zielen, das Verhalten außerhalb der Schule zu reflektieren, die Schulung des Kommunikationsverhaltens zu fördern und die Eigenverantwortlichkeit zu stärken.

In Klasse 7 finden Einführungs- und Wiederholungstage zwecks Integration der Neuzugänge statt. Besondere Aspekte sind daher das soziale Lernen (Stärkung der Gruppe), die Wiederholung der Arbeitsorganisationsformen und das Erlernen von Strategien zur Motivationssteigerung und zum Erreichen von Erfolg im Blickpunkt (besonders für die Zugänge aus anderen Schulformen).

4.  Elternarbeit

Eltern und Schule

Die Schule kann den Eltern den Erziehungsauftrag nicht abnehmen, ihn aber wohl ergänzen. Eltern sind in den Schulprozess mit eingebunden. Eltern, Schüler und Schülerinnen arbeiten gemeinsam mit den Lehrern und Lehrerinnen sowie der Schulleitung in den verschiedenen Gremien wie Schulpflegschaft, Schulkonferenz und Fachkonferenzen zusammen. Der Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule erfordert eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Erziehungsberechtigten und Schule. Damit Schule lebendig bleibt, braucht sie engagierte und diskussionsbereite Eltern.

Neben der Mitwirkung in den verschiedenen Gremien der Schule engagieren sich unsere Eltern auch im Schulverein. Eltern und Lehrer legen Wert auf eine intensive Zusammenarbeit (vgl. Lernen lernen). Das Engagement der Eltern zeigt sich in vielfältigen Bereichen: 

Projekte und Aufgaben

·         Planung und Begleitung von gemeinsamen Aktivitäten einzelner Klassen

          (Kennenlerntage,  Stammtisch, Klassenfeste)

·         Hilfe bei der Organisation und Durchführung von Schulfesten

·         Informationen beim Tag der Offenen Tür „ Eltern informieren Eltern“

·         Angebote bei Projekttagen

·         Teilnahme an Klassenpflegschaftssitzungen und themenbezogenen

          Elternabenden, die der Information und Beratung dienen  

          (z.B. Arbeitsorganisationstag)

·         Rege Teilnahme an Elternsprechtagen

5. Kompetenzzentrum

Kooperation der KHS mit der Rat-Deycks-Schule im Rahmen des Pilotprojektes Kompetenzzentrum (Förderschule) ehemals Gemeinsamer Unterricht (GU)

Pädagogische Zielsetzung

Gemeinsamer Unterricht (GU) soll individuelle Förderung von Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf und Förderung im Klassenverband vereinen. Das soziale Lernen aller Beteiligten ist gleichrangiges Ziel.                                              

Neue Wege in der sonderpädagogischen Förderung

Es  sollen in einem Pilotprojekt Förderschulen zu Kompetenzzentren (KsF) für sonderpädagogische Förderung ausgebaut werden – mit dem Ziel, dass Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf häufiger als bisher wohnortnah und integrativ in den Regelschulen beschult werden können. Die Stadt Leverkusen hat dies umgesetzt.

Durch die Bildung  der Kompetenzzentren werden neue Wege in der sonderpädagogischen Förderung möglich. Dieses Konzept ermöglicht den Förderschulen und unserer Hauptschule mehr Flexibilität und Gestaltungsspielraum – im Interesse einer bedarfsgerechten, individuellen Förderung insbesondere von Kindern mit Lern- und Entwicklungsstörungen.

Durch eine enge Zusammenarbeit der Kompetenzzentren mit den allgemeinen Schulen, aber auch durch unterstützende Angebote der Schulträger unter anderem aus dem Bereich der Jugendhilfe, der Erziehungs- und Elternberatung sowie durch eine Zusammenarbeit mit Familienzentren oder schulpsychologischen Beratungsstellen soll das Konzept dazu beitragen, dass Kinder früher und gezielter gefördert werden, so dass sich Lern- und Entwicklungsstörungen seltener zu einem sonderpädagogischen Förderbedarf verfestigen.

Das Kompetenzzentrum ordnet Lehrkräfte im Bedarfsfall an unsere Schule ab, die im  individuellen Fall in Zusammenarbeit mit den Lehrer/innen unserer Kath. Hauptschule Schüler/innen und Eltern beraten und betreuen.

Koordinatorin zwischen KsF und KHS ist Frau Nicolini.

6. Suchtprophylaxe

6.1 Suchtprävention

Süchte entstehen nicht von heute auf morgen, sondern entwickeln sich über einen längeren Zeitraum. Sucht (Alkoholsucht, Medikamentenmissbrauch, illegale Drogen, Esssucht, Spielsucht) entsteht durch Fehlverhalten, die schon in der Kindheit ihren Ursprung haben, z.B. durch Nichtbefriedigung emotionaler Bedürfnisse, wie Zuneigung, Verständnis und Vertrauen.

Eine der wichtigsten Komponenten der Suchtprävention ist daher nicht die Aufklärung, sondern der Erwerb sozialer Kompetenzen. Dazu zählen:

-          Selbstwertgefühl, Selbstvertrauen

-          Ertragen von Verlusten und Niederlagen

-          Entwicklung von gegenseitigem Vertrauen

-          Kommunikationsfähigkeit

-          Toleranz

Hierzu können folgende Methoden führen:

-          Rollenspiele

-          Interaktionsspiele

-          Erlebnispädagogik

Inhalte, die die Suchtprävention zum Ziel haben, werden an unserer Schule in verschiedenen Fachbereichen wie Biologie, Chemie, Religion, Deutsch und Geschichte/Politik thematisiert. Im Biologie- und Chemieunterricht werden hauptsächlich die psychosomatischen Auswirkungen des Drogenkonsums behandelt, in den übrigen Fächern beschäftigen wir uns mit dem Problem der Suchtentstehung und den Auswirkungen von Suchtverhalten im sozialen Kontext.

Es gibt zwei Drogenkontaktlehrer.

Unterlagen/Material:

•      Sucht und Drogenprävention, Bundeszentrale für gesundheitliche

        Aufklärung (BzgA)

•      Essgewohnheiten, Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, BzgA,

       51101 Köln, E-mail: order@bzga.de

•      Lions Quest, Ordner

•      Suchtprävention, Drechsler-Schubkegel

•      Sucht- und Drogenvorbeugung in der Schule, Materialien und Methoden

•      BKK Unterrichtsprogramm zur Prävention von Essstörungen

6.2 Jahrgangsspezifische Aktivitäten

Wir möchten dahin kommen für jede Jahrgangsstufe mindestens eine Aktivität zur Suchtprävention anzubieten.

Jahrgang 5

-         Lernen lernen (s. genauere Ausführungen an anderer Stelle)

Jahrgang 6

-         Lernen lernen

-         Don`t start – ein Antirauchenprogramm, das seit zwei Jahren an 

           unserer Schule durchgeführt wird.

Jahrgang 7

-         Don`t start

-         Lernen lernen

-         Komm auf Tour - meine Stärken, meine Zukunft

-         Erlebnisorientierte Klassenfahrt

Jahrgang 8

-         Don`t start

7. Feste, Projekte, Sonderaktionen

Zusätzlich zu den vielen Angeboten der einzelnen Fachbereiche bietet die KHS eine Vielfalt von Projekten und Aktionen:

-          3 - tägige Klassenfahrt „Kennenlerntage in Jünkerath“ (Klasse 5)

-          Vorlesewettbewerb (Klasse 5/6)

-          Mathe – Olympiade

-          Verkehrssicherheitstraining(Klasse 5/6)

-          Duathlon (Klasse 5/6)

-          Kooperation mit dem Naturgut Ophoven (Klasse 5/6)

-          Ernährungsprojekt (Klasse 6)

-          Besuch der Frauenärztin (Klasse 6, 8, 10)

-          Fußballturnier in der Soccerhalle (Klasse 6 – 9)

-          Basketballturnier (Klasse 7 – 10)

-          Sponsorenlauf (Klasse 5 – 10)   alle zwei Jahre im Wechsel mit 

-          Projektwoche (Klasse 5 – 10)

-          Teilnahme an „LEV liest“ (Klasse 5 – 10)

-          Teilnahme am Leverkusener Hauptschulfußballturnier  (Titelverteidiger)

-          Teilnahme an Leverkusener Laufevents

            Rund um des Bayer-Kreuz

            Halbmarathon

            50km in Hitdorf

            Winterlaufserie

-          Abschlussfeier Klasse 10