III. Zielsetzungen und schulische Arbeitsfelder

1. Berufsorientierung

Im Bereich der Berufsorientierung kommt es uns vor allem darauf an, unsere SchülerInnen für Ausbildung und Beruf mit den erforderlichen Qualifikationen auszustatten, damit sie im Wettbewerb um Ausbildungsplätze bestmögliche Chancen haben. Zur Ausbildungsreife gehören neben einer fundierten schulischen Bildung vor allem die sozialen Kompetenzen („Soft Skills“), die man benötigt, um im Erwachsenen- und Berufsleben erfolgreich zu sein. Die SchülerInnen lernen durch verschiedene Unterrichtsangebote ihre Fähigkeiten und Stärken einzuschätzen.  Wir hoffen, dass möglichst alle Schulabgänger mit dem nötigen Rüstzeug für eine realistische Planung bezüglich ihres beruflichen Werdegangs ausgestattet sind.

In den letzten Jahren haben wir die Aktivitäten und Angebote im Bereich der Berufsorientierung ständig ausgeweitet. Dies wurde schon zum zweiten Mal durch die Verleihung des Berufswahlsiegels gewürdigt. Das heißt aber auch, dass die Unterstützungsmaßnahmen für die SchülerInnen laufend ergänzt und veränderten Bedingungen angepasst werden müssen.

Berufsorientierung findet im Unterricht vor allem in Deutsch und Arbeitslehre, ab Klasse 9 zusätzlich in Wirtschaftslehre statt, natürlich fächerübergreifend auch in Technik, Englisch, Erdkunde, Geschichte, Chemie und Kunst. Ansonsten gibt es innerhalb und außerhalb von Schule eine Vielzahl von Aktivitäten und Angeboten.

Die Klassen- und Fachlehrer werden unterstützt durch diese Ansprechpartner:

Name

Funktion

Frau Werling, Herr Elmendorf

Berufswahlkoordinatoren

Frau Grimm, Frau Kilic, Herr Bauer, Herr Nachtigall

Berufseinstiegsbegleiter

Frau Felix

Schulsozialarbeiterin

Frau Scholl

Berufsberaterin der Arbeitsagentur

 

Ein besonderer Schwerpunkt liegt im Bereich der Praktika. Hier bieten wir an:

-       Schnupperpraktikum in Klasse 7

-       dreiwöchige Praktika in 8 und 9, jeweils nach den Osterferien

-       Langzeitpraktikum in Klasse 10, Typ A, in Zusammenarbeit mit dem Berufskolleg Opladen

      Variante a) 4 Tage Schule, 1 Tag Praktikum im Betrieb

•     Variante b) 4 Tage Schule, 1. Halbjahr: ein Tag berufsvorbereitende Lehrgänge in den Bereichen Metall und Holz im BKO, 2. Halbjahr : ein Tag Praktikum in einem Betrieb

     Variante c) ein Halbjahr: 4 Tage Schule, 1 Tag Holz- und Metall  im BKO 

-         Zudem besteht im Bereich des WPU-Angebots „Soziales Engagement“  die Möglichkeit, in Einrichtungen wie Kindergärten oder Altenheimen berufspraktische Erfahrungen zu sammeln.

-         In den Stufen 9 und 10 besteht die Möglichkeit eines freiwilligen Praktikums

-          Ausblick: Berufsfelderkundung im Rahmen von KAoA

Der Berufswahlpass begleitet die SchülerInnen beim Prozess der Berufsorientierung und Ausbildungsentscheidung; er wird in der Klasse 7 begonnen und bis zur Klasse 10 geführt. Hier wird   dokumentiert, was der Einzelne an Kenntnissen und Erfahrungen erworben hat und auch nachweisen kann. Der Berufswahlpass dient nicht nur dazu, die vielfältigen Aktivitäten innerhalb der Berufsorientierung zu strukturieren und zu sammeln. Er kann auch einem möglichen Arbeitgeber einen positiven Eindruck über die Qualitäten des Bewerbers vermitteln. Der Berufswahlpass wird in der Schule aufbewahrt; der Klassenlehrer achtet darauf, dass er ordentlich geführt und gepflegt sowie vollständig ist.

Seit 2008 verfügen wir über ein Berufsorientierungsbüro (BOB, Anlage 1), in dem alle berufsvorbereitenden Maßnahmen zusammenlaufen. Der Raum wurde durch „Zukunft fördern“ finanziert und dient heute den “BEBs“ (Berufseinstiegsbegleiter), der Mitarbeiterin der BA und Frau Werling  als Beratungszimmer.

 

Überblick über die Maßnahmen zur Berufsvorbereitung

Jahrgang 7

-       Komm-auf-Tour-Projekt

-       Berufswahlpass (Selbst-, Fremdeinschätzung, Interessen und Fähigkeiten entdecken, …)

-       Stärken und Schwächen erkennen (Planet Beruf)

-       Schnupperpraktikum mit Vor- und Nachbereitung

 

Jahrgang 8

-        Computerführerschein

-        3 Wochen Betriebspraktikum mit Vor- und Nachbereitung

-        Betriebsbesichtigung, z. B. Druckzentrum des Kölner Stadt-Anzeigers

-        Lebenslauf und Bewerbungsschreiben

-        Arbeit mit dem Berufswahlpass (eigene Berufsvorstellungen entwickeln; eigene Fähigkeiten und Stärken in Beziehung zu beruflichen Anforderungen stellen)

-        Potentialanalyse inkl. Elternabend

 

Jahrgang 9

-        Information und Training zur Nutzung des Internets der BA durch die Berufsberaterin.

-        Betriebsbesichtigung, z. B. Teekanne, Bayer

-        3 Wochen Betriebspraktikum mit Vor- und Nachbereitung

-        Erkundung der Metall- und Elektroberufe im Info-Mobil

-        Simulation von Bewerbungsgesprächen (IHK Köln)

-        Berufsberatung durch Frau Scholl (Agentur für Arbeit)

-        Berufseinstiegsbegleitung

-        Unterstützung bei Bewerbungsschreiben für Praktikum, Ausbildung,  Nebenjob

-        Testtraining

-        Startklar-Projekt

-        Besuch von Info-Messen wie z. B. Berufe-live

-        Besuch der Info-Börse (Vorstellung von Maßnahmen zur Berufsvorbereitung verschiedener Träger in Leverkusen)

-        Beratungsgespräche (früher Zukunftskonferenzen) in Stufe 9

 

Jahrgang 10

-        Berufsberatung durch Frau Scholl (Agentur für Arbeit)

-        Berufseinstiegsbegleitung

-        Unterstützung bei Bewerbungsschreiben für Praktikum, Ausbildung, Nebenjob

-        Langzeitpraktikum in Klasse 10, Typ A

-        Betriebsbesichtigungen, z. B. WDR, Gierlichs

-        Erweiterte Beratungsgespräche mit Eltern und Frau Scholl

-        Schnuppertage BKO

-        Verbindlicher Besuch der Info-Börse

 

Enge, regelmäßige Kontakte werden zu den Berufskollegs gepflegt. Die Beratungslehrer besuchen und informieren die Schüler der Jahrgänge 9 und 10 über die Bildungsgänge an ihren Einrichtungen. Dadurch sind die Schüler zum Zeitpunkt der Anmeldung für die Berufskollegs umfassend über alle Möglichkeiten der berufsorientierten weiteren Schulbildung unterrichtet und können sich zielgerichtet entscheiden (Berufsgrundschuljahr, Berufsfachschule, Fachoberschule, Wirtschaftsgymnasium usw.).

Trotz der Möglichkeiten, die sich an den Berufskollegs bieten und die für die individuellen Pläne unserer SchülerInnen oft einen geeigneten Weg darstellen, ist der Übergang in eine Ausbildung für die meisten Abgänger immer noch vorrangig anzustreben. Da sich die Chancen auf dem Ausbildungsmarkt in den letzten Jahren stark verbessert haben, gelingt es mittlerweile den meisten SchülerInnen einen Ausbildungsplatz zu finden, sofern sie eine Ausbildung nach Klasse 10 anstreben.

2. Zusammenarbeit mit externen Trägern und Bildungseinrichtungen

Für ergänzende Angebote im Bereich der Berufswahlorientierung, aber auch um leistungsschwächere und bei Entlassung noch nicht ausbildungsreife Schüler aufzufangen kooperieren wir mit verschiedenen Trägern öffentlich-rechtlicher Art, aber auch privaten und gewerblichen Institutionen.

Die Vielfalt der Unterstützungsangebote macht es oft nicht leicht, geeignete Anbieter herauszufiltern. Umso wichtiger ist daher die langjährige, bewährte Zusammenarbeit  etwa mit dem Kolpingbildungsstätte, der OJB, der BA und seit dem Schuljahr 2012/2013 mit dem Berufskolleg Opladen.

 

Kolpingbildungsstätte Leverkusen

Sprungchance

Schüler, welche trotz aller Fördermaßnahmen den Hauptschulabschluss nach Klasse 9 nicht schaffen, können im Werkstattjahr einen alternativen Weg beschreiten, sich für eine Berufsausbildung fit zu machen. Neben schulischen Inhalten steht der Erwerb berufspraktischer Kompetenzen im Vordergrund.

 

Berufseinstiegsbegleitung (BEB)

In Zusammenarbeit mit der Arbeitsagentur, welche dieses Angebot finanziert, werden im Jahrgang 9 bis zu 30 Schüler ausgewählt, die für einen erfolgreichen Schulabschluss und die Berufsfindung mehr Unterstützung brauchen, als dies Elternhaus oder wir als Schule leisten können. 

Vier SozialarbeiterInnen  stehen in regelmäßigem Kontakt zu den Schülerinnen und Schülern, binden die Eltern mit ein und tauschen sich mit den Klassenlehrern aus. Die Hilfen erstrecken sich über Vorbereitung auf Tests und Klassenarbeiten, die Suche nach Praktikumsplätzen oder Ausbildungsstellen bis zu intensiven Beratungsgesprächen. Dies alles soll den Schülern Zukunftsperspektiven aufzeigen und zu mehr Eigenständigkeit, Zielstrebigkeit und Handlungsbereitschaft führen.

Es finden regelmäßig Fallbesprechungen zwischen den Sozialarbeitern, der Leiterin der Kolpingbildungsstätte, der Schulleitung sowie den Berufskoordinatoren statt. Hierbei wird der aktuelle Stand bei jeder Schülerin/jedem Schüler einer Neubewertung unterzogen.

Die Berufseinstiegsbegleitung endet in der Regel ein halbes Jahr nach Beginn einer Ausbildung, kann aber auch auf 24 Monate nach Ende der Schulzeit ausgedehnt werden, wenn dies erforderlich ist.

 

Potentialanalyse

Die PA wird für alle Schüler/innen der Stufe 8 durchgeführt, mit Tests zu Stärken, Fähigkeiten und Schlüsselqualifikationen wie z.B. Teamfähigkeit, technisches Verständnis, Texterfassung, etc).

Die Auswertung findet in der Schule in Einzelgesprächen, auf Wunsch in Gegenwart der EZB und/oder des Klassenlehrers statt.

 

IHK-Köln

Video-Vorstellungsgespräche

Die IHK führt mit jeweils zehn Schülern der Klassen 10 und vier Schülern aus den Klassen 9 Video-Vorstellungsgespräche möglichst realitätsnah durch. Die Schüler müssen eine komplette Bewerbung mit Anschreiben, Lebenslauf, Zeugniskopien sowie Praktikumsbescheinigungen erstellen und werden zu einem „Einstellungsgespräch“ eingeladen. In den Klassen findet eine Reflexion der aufgezeichneten Gespräche statt.

 

Berufskolleg Opladen (BKO)

Seit dem Schuljahr 2012/2013 unterstützt uns das BKO durch verschiedene Angebote bei der Berufsorientierung unserer Schülerinnen und Schüler und stärkt damit deren Chancen auf dem Ausbildungsmarkt,(vgl. Langzeitpraktikum, Schnuppertage, Elternabende).

 

Offene Jugendberufshilfe

Die Offene Jugendberufshilfe bietet Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 15 – 27 Jahren Unterstützung beim Übergang von der Schule ins Berufsleben.
Für das Verbundsystem der Jugendberufshilfe in Leverkusen nimmt die OJB außerdem die Funktion der Clearingstelle wahr.

Außerdem vermittelt sie auf Anfrage Schüler in das Projekt Arbeiten und Lernen.

 

SKF

Außerdem besteht eine KURS-Partnerschaft zur Firma SKF Sealing Solutions GmbH, die durch verschiedene gemeinsame Projekte gepflegt wird, wie etwa Praktika oder auch Kunst-Projekte.

 

Altenheim St. Albertus

Seit Beginn besteht eine Kooperation mit dem Altenheim St.Albertus. Schüler der WP-Gruppe Soziales Engagement finden hier vielfältige  Einsatzmöglichkeiten.

 

Netzwerk Opladen

Die Städt. Kath. Hauptschule Im Hederichsfeld gehört seit November 2014 dem Netzwerk Opladen an. Darin präsentiert sich unsere Schule mit ihren Veranstaltungen, Terminen und Aktivitäten als Akteur im Stadtteil und unterstützt gleichzeitig die Quartiersinitiative „Netzwerk Opladen“, bei der das Unternehmen CBT  Wohnhaus Upladin und die Schülerfirma Young Generation Computerservice eSG des Landrat-Lukas-Gymnasiums kooperieren.

 

Weiterhin:

Zwei Kollegen (Frau Werling, Herr Elmendorf) sind als Berufswahlkoordinatoren unserer Schule in verschiedenen Gremien aktiv, so z. B. im Arbeitskreis „Schule/Wirtschaft“ und in der „Sozialraum-AG“.

Es ist unser großes Anliegen unsere SchülerInnen dabei zu unterstützen, in der Schule und beim Übergang in den Beruf ihre Stärken richtig zu nutzen, um die richtige Berufswahl zu treffen und eine Ausbildung erfolgreich abzuschließen. Das kann gelingen, wenn alle Beteiligten – Schüler, Eltern, Lehrer, Kooperationspartner – gut zusammenarbeiten.

                                              

3. Aufbauklasse - Basisklasse 

In den letzten Jahren zeigt sich immer deutlicher, dass viele Schüler/innen eine vernünftige Arbeitshaltung und ein gutes Sozialverhalten mitbringen.

Andererseits beeinträchtigen Defizite in diesen Bereichen den Unterricht und das Klassengefüge.

Um gewissenhafte und lernwillige Schüler stärker fördern zu können, haben wir uns entschlossen, die Klassenverteilung neu zu organisieren. Dadurch entsteht für Schüler, die diese Qualifikationen noch nicht zeigen, mehr Freiraum ohne strenge inhaltliche Vorgaben mit entsprechenden Methoden fehlende Kompetenzen zu erwerben.

Deshalb haben wir seit Schuljahresbeginn 2009/10 in den Jahrgängen 7,8 und 9 jeweils ein bzw. zwei Aufbau- und zwei Basisklassen eingerichtet. In die Aufbauklassen werden die Schüler aufgenommen, die eine besondere Lernbereitschaft zeigen. Indikatoren hierfür sind eine gute Leistungsbereitschaft, vollständiges Material und regelmäßige Hausaufgaben sowie ein gutes Sozialverhalten.

Ein Wechsel zwischen den Klassentypen ist bei verändertem Arbeitsverhalten drei Mal im Schuljahr möglich.

Die Zuordnung am Ende der Klasse 9 in 10 Typ A oder 10 Typ B richtet sich rein nach Noten und unabhängig vom Klassentyp in den Stufen 7-9.

4. Lernen lernen

Projekt „Lernen lernen“

Ein wichtiger Bestandteil unseres Schullebens ist das Projekt „Lernenlernen“, das seit vielen Jahren an unserer Schule eingeführt ist, kontinuierlich erprobt wurde und ständigen Reflektionen und Fortschreibungen unterworfen wird. Dies geschieht unter anderem auch durch regelmäßige Fortbildungen der Lehrer in Zusammenarbeit unter anderem mit dem IfL (Institut für Lehrerfortbildung) Mülheim – Ruhr und anderen Anbietern.

Stärkung von Wissen und Persönlichkeitsbildung, Erlernen von Lernstrategien und Lerntechniken des selbstständigen Lernens, Teamfähigkeit und kooperatives Lernen (soziales Lernen) sind die Hauptbestandteile dieses Projektes.

Dieses Konzept ermöglicht jedem Schüler, sein Lernen selbst zu organisieren und Methoden kennen zu lernen, die in allen Fächern anwendbar sind:

  • das Erschließen und Präsentieren eines Textes,
  • Erwerb von Sprachstrategien und Verbesserung des verbalen Umgangs miteinander (Kommunikationsfähigkeit),
  • jede Form der Arbeitsorganisation und auch der Motivation
  • verstärkte Gruppenarbeit
  • Vorbereitungen auf Klassenarbeiten
  • Erlangung der Teamfähigkeit besonders im Hinblick auf die Seiteneinsteiger in Klasse 7.

Besondere Bedeutung kommt der Materialliste zu, welche die Schüler bis Klasse 7 vor den Sommerferien erhalten. Diese klare Vorgabe erleichtert Schülern, Eltern und Lehrern die Arbeitsorganisation. Das Mitteilungsheft bzw. das Hausaufgabenheft dient der Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule und ist ein wichtiger Bestandteil guter Zusammenarbeit. Jeder Schüler bekommt zu Beginn seiner Schulzeit an der KHS einen Schnellhefter „die sogenannte MINTMappe“ (Farbe Mintgrün), in dem Informationen an die Eltern (z.B. Telefonnummern der Schule, Elternbriefe), Wochenübersichten, Arbeitsblätter und Tipps aufbewahrt werden, die immer wieder nachgelesen werden können und sowohl Hilfen für die Schüler als auch die Eltern sind und die jedes Wochenende (Wocheninformationsblatt) von den Eltern gegengezeichnet werden sollen.

Deshalb starten wir nach den Sommerferien in den Klassen 5,6 und 7 mit einer Klassenunterrichtswoche. Diese Zeit ist für das Erlernen, Auffrischen von Arbeitstechniken und für das soziale Lernen reserviert. Für uns bedeutet dies, dass Lernen nur dann  vorwiegend funktionierten kann, wenn das Lernklima in der Gruppe stimmt. Im Laufe des Schuljahres werden diese Methoden und Phasen in den einzelnen Fächern vertieft.

In Klasse 5 findet im Herbst der Arbeitsorganisationstag (Schreibtischgestaltung, Zeitmanagement, Hausaufgaben und Packen der Schultasche) statt.

Außerdem ist eine Klassenfahrt im Laufe des Schuljahres nach Jünkerath (Eifel) unter dem Thema „Stärkung der Gemeinschaft“ vorgesehen.

In Klasse 6 wird besonders das Methodentraining zur Texterschließung gefördert. Es finden verstärkt Exkursionen in einzelnen Fachbereichen statt mit den Zielen, das Verhalten außerhalb der Schule zu reflektieren, die Schulung des Kommunikationsverhaltens zu fördern und die Eigenverantwortlichkeit zu stärken.

In Klasse 7 finden Einführungs- und Wiederholungstage zwecks Integration der Neuzugänge statt. Besondere Aspekte sind daher das soziale Lernen (Stärkung der Gruppe), die Wiederholung der Arbeitsorganisationsformen und das Erlernen von Strategien zur Motivationssteigerung und zum Erreichen von Erfolg im Blickpunkt (besonders für die Zugänge aus anderen Schulformen).

5.  Elternarbeit

Eltern und Schule

Die Schule kann den Eltern den Erziehungsauftrag nicht abnehmen, ihn aber wohl ergänzen. Eltern sind in den Schulprozess mit eingebunden. Eltern, Schüler und Schülerinnen arbeiten gemeinsam mit den Lehrern und Lehrerinnen sowie der Schulleitung in den verschiedenen Gremien wie Schulpflegschaft, Schulkonferenz und Fachkonferenzen zusammen. Der Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule erfordert eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Erziehungsberechtigten und Schule. Damit Schule lebendig bleibt, braucht sie engagierte und diskussionsbereite Eltern.

Neben der Mitwirkung in den verschiedenen Gremien der Schule engagieren sich unsere Eltern auch im Schulverein. Eltern und Lehrer legen Wert auf eine intensive Zusammenarbeit (vgl. Lernen lernen). Das Engagement der Eltern zeigt sich in vielfältigen Bereichen: 

Projekte und Aufgaben

·         Planung und Begleitung von gemeinsamen Aktivitäten einzelner Klassen

          (Kennenlerntage,  Stammtisch, Klassenfeste)

·         Hilfe bei der Organisation und Durchführung von Schulfesten

·         Informationen beim Tag der Offenen Tür „ Eltern informieren Eltern“

·         Angebote bei Projekttagen

·         Teilnahme an Klassenpflegschaftssitzungen und themenbezogenen

          Elternabenden, die der Information und Beratung dienen  

          (z.B. Arbeitsorganisationstag)

·         Rege Teilnahme an Elternsprechtagen

6. Kompetenzzentrum

Kooperation der KHS mit der Rat-Deycks-Schule im Rahmen des Pilotprojektes Kompetenzzentrum (Förderschule) ehemals Gemeinsamer Unterricht (GU)

Pädagogische Zielsetzung

Gemeinsamer Unterricht (GU) soll individuelle Förderung von Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf und Förderung im Klassenverband vereinen. Das soziale Lernen aller Beteiligten ist gleichrangiges Ziel.                                              

Neue Wege in der sonderpädagogischen Förderung

Es  sollen in einem Pilotprojekt Förderschulen zu Kompetenzzentren (KsF) für sonderpädagogische Förderung ausgebaut werden – mit dem Ziel, dass Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf häufiger als bisher wohnortnah und integrativ in den Regelschulen beschult werden können. Die Stadt Leverkusen hat dies umgesetzt.

Durch die Bildung  der Kompetenzzentren werden neue Wege in der sonderpädagogischen Förderung möglich. Dieses Konzept ermöglicht den Förderschulen und unserer Hauptschule mehr Flexibilität und Gestaltungsspielraum – im Interesse einer bedarfsgerechten, individuellen Förderung insbesondere von Kindern mit Lern- und Entwicklungsstörungen.

Durch eine enge Zusammenarbeit der Kompetenzzentren mit den allgemeinen Schulen, aber auch durch unterstützende Angebote der Schulträger unter anderem aus dem Bereich der Jugendhilfe, der Erziehungs- und Elternberatung sowie durch eine Zusammenarbeit mit Familienzentren oder schulpsychologischen Beratungsstellen soll das Konzept dazu beitragen, dass Kinder früher und gezielter gefördert werden, so dass sich Lern- und Entwicklungsstörungen seltener zu einem sonderpädagogischen Förderbedarf verfestigen.

Das Kompetenzzentrum ordnet Lehrkräfte im Bedarfsfall an unsere Schule ab, die im  individuellen Fall in Zusammenarbeit mit den Lehrer/innen unserer Kath. Hauptschule Schüler/innen und Eltern beraten und betreuen.

Koordinatorin zwischen KsF und KHS ist Frau Nicolini.

7. Suchtprophylaxe

7.1 Suchtprävention

Süchte entstehen nicht von heute auf morgen, sondern entwickeln sich über einen längeren Zeitraum. Sucht (Alkoholsucht, Medikamentenmissbrauch, illegale Drogen, Esssucht, Spielsucht) entsteht durch Fehlverhalten, die schon in der Kindheit ihren Ursprung haben, z.B. durch Nichtbefriedigung emotionaler Bedürfnisse, wie Zuneigung, Verständnis und Vertrauen.

Eine der wichtigsten Komponenten der Suchtprävention ist daher nicht die Aufklärung, sondern der Erwerb sozialer Kompetenzen. Dazu zählen:

-          Selbstwertgefühl, Selbstvertrauen

-          Ertragen von Verlusten und Niederlagen

-          Entwicklung von gegenseitigem Vertrauen

-          Kommunikationsfähigkeit

-          Toleranz

Hierzu können folgende Methoden führen:

-          Rollenspiele

-          Interaktionsspiele

-          Erlebnispädagogik

Inhalte, die die Suchtprävention zum Ziel haben, werden an unserer Schule in verschiedenen Fachbereichen wie Biologie, Chemie, Religion, Deutsch und Geschichte/Politik thematisiert. Im Biologie- und Chemieunterricht werden hauptsächlich die psychosomatischen Auswirkungen des Drogenkonsums behandelt, in den übrigen Fächern beschäftigen wir uns mit dem Problem der Suchtentstehung und den Auswirkungen von Suchtverhalten im sozialen Kontext.

Es gibt zwei Drogenkontaktlehrer.

Unterlagen/Material:

•      Sucht und Drogenprävention, Bundeszentrale für gesundheitliche

        Aufklärung (BzgA)

•      Essgewohnheiten, Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, BzgA,

       51101 Köln, E-mail: order@bzga.de

•      Lions Quest, Ordner

•      Suchtprävention, Drechsler-Schubkegel

•      Sucht- und Drogenvorbeugung in der Schule, Materialien und Methoden

•      BKK Unterrichtsprogramm zur Prävention von Essstörungen

7.2 Jahrgangsspezifische Aktivitäten

Wir möchten dahin kommen für jede Jahrgangsstufe mindestens eine Aktivität zur Suchtprävention anzubieten.

Jahrgang 5

-         Lernen lernen (s. genauere Ausführungen an anderer Stelle)

Jahrgang 6

-         Lernen lernen

-         Don`t start – ein Antirauchenprogramm, das seit zwei Jahren an 

           unserer Schule durchgeführt wird.

Jahrgang 7

-         Don`t start

-         Lernen lernen

-         Komm auf Tour - meine Stärken, meine Zukunft

-         Erlebnisorientierte Klassenfahrt

Jahrgang 8

-         Don`t start

8. Feste, Projekte, Sonderaktionen

Zusätzlich zu den vielen Angeboten der einzelnen Fachbereiche bietet die KHS eine Vielfalt von Projekten und Aktionen:

-          3 - tägige Klassenfahrt „Kennenlerntage in Jünkerath“ (Klasse 5)

-          Vorlesewettbewerb (Klasse 5/6)

-          Mathe – Olympiade

-          Verkehrssicherheitstraining(Klasse 5/6)

-          Duathlon (Klasse 5/6)

-          Kooperation mit dem Naturgut Ophoven (Klasse 5/6)

-          Ernährungsprojekt (Klasse 6)

-          Besuch der Frauenärztin (Klasse 6, 8, 10)

-          Fußballturnier in der Soccerhalle (Klasse 6 – 9)

-          Basketballturnier (Klasse 7 – 10)

-          Sponsorenlauf (Klasse 5 – 10)   alle zwei Jahre im Wechsel mit 

-          Projektwoche (Klasse 5 – 10)

-          Teilnahme an „LEV liest“ (Klasse 5 – 10)

-          Teilnahme am Leverkusener Hauptschulfußballturnier  (Titelverteidiger)

-          Teilnahme an Leverkusener Laufevents

            Rund um des Bayer-Kreuz

            Halbmarathon

            50km in Hitdorf

            Winterlaufserie

-          Abschlussfeier Klasse 10