IV. Schwerpunkte einzelner Fächer

Kernlehrpläne

In der Lehrerkonferenz wurde folgender Beschluss in Bezug auf die Kernlehrpläne gefasst:

Die Kernlehrpläne werden für die Fächer Deutsch, Englisch und Mathematik nur in ihrer Zielsetzung in das Schulprogramm aufgenommen. Die ausführlichen Pläne liegen im Lehrerzimmer zur Einsicht bereit.

1. Deutsch

Der Deutschunterricht an unserer Schule baut auf den in der Grundschule erworbenen Kompetenzen auf.

Die Kolleginnen und Kollegen legen dabei besonderen Wert auf die Entwicklung der Kompetenzen in den Bereichen Sprechen und Schreiben (Produktion), Lesen und Zuhören (Rezeption), die die Schülerinnen und Schüler über die aktive und eigenständige Auseinandersetzung mit den Inhaltsfeldern Sprache, Texte, Kommunikation und Medien erreichen können.

Die unterschiedlichen Lehr- und Lernvoraussetzungen müssen weiterhin in den Aufgaben und Zielen des Faches berücksichtigt werden, sodass jedem Lernenden mithilfe des Deutschunterrichts ein Zugang zu kultureller und gesellschaftlich- sozialer Teilhabe geebnet werden kann.

Gerade im Hinblick auf Lernstandserhebungen und Zentrale Abschlussprüfungen steht der Erwerb mündlicher und schriftlicher Schlüsselkompetenzen im Vordergrund.

Die Lehrenden der KHS Im Hederichsfeld vermitteln den Schülerinnen und Schülern unabdingliche Basiskompetenzen, die durch den Deutschunterricht vorbereitet werden, aber auch fächerübergreifend ausdifferenziert werden.

So sind im Folgenden als zu erwerbende Basiskompetenzen zu nennen:

-        Benennen, Definieren, Beschreiben

-        Berichten

-        Erklären, Erläutern

-        Bewerten, Beurteilen

-        Argumentieren, Stellung beziehen

In Hinblick auf den Erwerb der rezeptiven und produktiven Kompetenzen bilden

folgende Bereiche dabei zentrale Punkte und werden in diesen langfristigen Unterrichtsvorhaben umgesetzt:

  1. Sprechen und Zuhören

Kompetenzbereiche: Produktion und Rezeption

-        Kommunikationstraining (s. Lernen lernen)

-        Gespräche führen

-        Aktives Zuhören

-        Vortragen (z. B. Referate)

-        Rollenspiele

-        Körpersprache, Mimik

-        Hörspiele

  1. Schreiben

Kompetenzbereich: Produktion

-        Alltagstexte verfassen (Beschwerdebriefe, Reklamation, etc.)

-        Zentrale Schreibformen wie Bericht, Argumentation, etc. beherrschen

-        Übergreifende Arbeitstechniken kennen und anwenden können,

          z. B. Mindmap

-        Textüberarbeitung durch Schreibkonferenzen oder am PC

-        Kreatives Schreiben

-        Informationsquellen nutzen, z. B. Internetrecherche

-        Umgang mit dem Wörterbuch (Training, Stationenlernen)

  1. Lesen

Kompetenzbereich: Rezeption

-        Lesetechniken und –strategien kennen und nutzen

-        Texterarbeitungsstrategien (s. Lernen lernen)

-        Handlungs- und produktionsorientierter Literaturunterricht

-        Aktuelle Kinder- und Jugendliteratur

-        Klassenlektüre, anfertigen eines Lesetagebuches

-        Schulbibliothek

-        Zeitungsprojekte

4. Reflexion über Sprache

Der Bereich der Reflexion über Sprache findet Platz in allen Jahrgangsstufen. So werden Rechtschreibstrategien und ihre Anwendung in den Klassen 5-10 in speziell konzipierten Reihen und auch angelehnt an andere Themenbereiche trainiert.

In der Jahrgangsstufe 5 wird ein diagnostischer Rechtschreibtest (DRT 5) durchgeführt, um die Lernvoraussetzungen zu ermitteln. Ein weiterer Rechtschreibtest findet im Anschluss in der Jahrgangsstufe 6 statt. Es folgt eine Auflistung der Schwerpunkte zur Reflexion über Sprache an der KHS:

-        Sprachen in der Sprache kennen und unterscheiden (Standardsprache,

         Umgangssprache, Fachsprache)

-        Handlungsorientierter Umgang mit Sprache (Rechtschreibung, Grammatik,

         Interpunktion)

-        Rechtschreibtraining

-        Rechtschreibstrategien erlernen und beherrschen

2. Mathematik

Voraussetzungen

Da wir eine Angebotsschule sind, finden sich im 5. Schuljahr Schüler und Schülerinnen aus bis zu zehn verschiedenen Grundschulen mit z. T. sehr unterschiedlichen Grundkenntnissen zusammen. Deshalb verschaffen wir uns mit Hilfe eines „Eingangstests“ einen Überblick darüber, was unsere Schüler schon können und wo noch Wissenslücken bestehen. Letztere liegen sehr oft im Bereich der Grundrechenarten, insbesondere der schriftlichen Multiplikations- und Divisionsverfahren. Um alle Schüler auf den gleichen Stand zu bringen, wird zunächst an der Beseitigung der vorhandenen Defizite gearbeitet, um auf die notwendige mathematische Grundbildung aufbauen zu können.

Anforderungen/Ziele 

Die Themen und Aufgabenstellungen des Mathematikunterrichts orientieren sich an den Kernlehrplänen, die im schuleigenen Lehrplan umgesetzt sind. Dort sind die Inhalte sowie die zu erreichenden Kompetenzen beschrieben und darauf abgestimmte Schlüsselaufgaben verfügbar. Der Stoffplan (Themenfolge) wird – bezogen auf die Erfordernisse des Jahrgangs – zu Beginn des Schuljahrs von den Fachlehrern gemeinsam festgelegt.

Themen und Aufgabenstellungen beziehen sich auf die Lebenswirklichkeit der Schüler (Gegenwartsbezug) und die Anforderungen des Berufs- und Erwachsenenlebens (Zukunftsorientierung).

Mathematik schult analytisches und logisches Denken und fördert Eigenverantwortung (siehe auch Hausaufgaben) und Koordinationsgabe. Die Schüler sollen in die Lage versetzt werden, mathematische Fragestellungen zu erkennen, zu verstehen und dafür selbstständig Lösungswege zu finden, zu begründen und zu beurteilen. Zunehmend sind die Problemstellungen einer neuen Aufgabenkultur (offene Aufgaben, vernetzte Aufgaben, „Problem der Woche“) Bestandteile des Unterrichts.

Fordern und Fördern

In allen Jahrgängen wird der Matheunterricht fünfstündig erteilt. Wir verbinden mit dem Einsatz von mehr Zeit und Personal als vorgeschrieben die Hoffnung, dass sich so bei den Schülern die nötige Arbeitskultur  als „Rüstzeug für später“  verfestigt.

Die Fachlehrer ermitteln ständig den individuellen Förderbedarf der Schülerin/des Schülers und bieten Übungsmöglichkeiten zur Behebung von Defiziten.

Am Ende der Jahrgänge 5 und 6 findet als letzte Klassenarbeit unter Prüfungsbedingungen die Mathe-Olympiade statt. Hier werden die Inhalte des gesamten Schuljahres abgetestet. Die Jahrgangsbesten werden mit Urkunden ausgezeichnet und erhalten Sachpreise. In einer „sportlichen“ Wettbewerbssituation erfahren die Schüler, dass Mathe  Spaß machen kann und Leistung sich lohnt.

Leistungsdifferenzierung / Prüfungen

Ab Klasse 7 werden die Schüler (wie in Englisch auch) dem Grund- oder Erweiterungskurs zugeordnet. Ein „befriedigend“ in einem E-Kurs ist eine Voraussetzung für den Besuch der Klasse 10, Typ B, welche mit der Fachoberschulreife (FOR) abschließt. In der Regel sind es dann vier Kurse  in einem Jahrgang, so dass die einzelnen Lerngruppen kleiner sind als beim Klassenunterricht. Bis zum 9. Schuljahr kann ein  Schüler bei guten Leistungen und entsprechender Arbeitshaltung in den E-Kurs wechseln.

Zu Beginn des zweiten Halbjahrs der Klasse 8 stehen in den Hauptfächern  die landesweiten Lernstandserhebungen an.  Ab diesem Jahrgang kommt auch der Taschenrechner verstärkt zum Einsatz, wobei die schriftlichen Rechenverfahren keineswegs vernachlässigt werden.

Im 10. Schuljahr haben wir die Zentralen Prüfungen im Blick. Dafür wollen wir unsere Schüler so gut wie möglich qualifizieren, weshalb in diesem Jahrgang eine zusätzliche Förderstunde angeboten wird.

Hausaufgaben

Den Hausaufgaben kommt nach unserer Auffassung gerade in Mathematik nach wie vor ein hoher Stellenwert zu. Durch die selbstständige Beschäftigung mit Aufgaben und Problemstellungen gewinnt der Schüler Sicherheit bei den Lösungsverfahren und die Erkenntnisse, wo seine Defizite und individuellen Defizite liegen. Wir setzen darauf, dass Eltern Anteil nehmen an den Hausaufgaben ihrer Kinder und diesen ggf. Unterstützung geben.

Die regelmäßige Anfertigung der Hausaufgaben ist in den E-Kursen und Aufbauklassen absolut verbindlich. In den Basisklassen werden Übungsaufgaben in Form von Wochenplänen angefertigt.

Darüberhinaus bieten wir von Montag bis Donnerstag in der Zeit von 13.00 – 15.00 Uhr eine Hausaufgabenbetreuung für die Klassen 5 und 6 an.

3. Englisch

Wir planen den Englischunterricht auf der Basis der vorliegenden Kernlehrpläne. Die geforderten Qualitätsstandards werden von uns durch parallele Arbeiten überprüft. Dazu verwenden wir die Kontrollaufgaben des Lehrwerks bereits ab Beginn der Klasse 5. Die Bewertung wurde in der Fachkonferenz erarbeitet.

Am Ende der Klasse 8 werden die Ergebnisse der Lernstandserhebungen evaluiert und beeinflussen die Stoffauswahl und die individuelle Laufbahnberatung der Schüler bezüglich 10 Typ A oder Typ B.

Am Ende der Klasse 10 steht die Zentrale Abschlussprüfung (ZAP) an, in der die Schüler die im Laufe der Unterrichtsarbeit erworbenen Kompetenzen unter Beweis stellen müssen.

Um auf die vielfältigen Aufgaben dieser Prüfung angemessen vorbereiten zu können, arbeiten wir lt. Beschluss der Fachkonferenz in Klasse 10 ohne festes Lehrwerk. Stattdessen setzen wir Arbeitsmaterialien ein, die gezielt die geforderten Kompetenzen trainieren und den Schülern die Möglichkeit geben, Leistungsüberprüfungen im Stil der ZAP zu schreiben.

Die äußere Differenzierung erfolgt ab Klasse 7. Ein Wechsel zwischen E- und G-Kurs ist zum Halbjahr möglich.

Wir benutzen im Englischunterricht das Lehrwerk „Let`s go“ (Klett) und fakultativ das dazugehörige Workbook. Auch auditive und online Medien werden gezielt eingesetzt.

Die Aktualisierung des Bestandes der Schülerbücherei mit einem großen Angebot an englischsprachiger Literatur mit schülerbezogenen Titeln in einfachem Grundwortschatz unterstützt denselben Zweck und verschafft Erfolgserlebnisse.

4. Sport

Der Fachbereich Sport erfährt an unserer Schule eine ganz besondere Beachtung.

Neben den vielseitigen körperlichen Erfahrungen wird betont Wert gelegt auf kognitive Erlebnisse wie „Leistung erbringen und reflektieren“ oder „gemeinsam handeln, wettkämpfen und sich verständigen“, wobei der Schwerpunkt auf den Begriffen „gemeinsam“ und „sich verständigen“ liegt. Daher haben wir auch schon seit Jahren die „trockenen“ Bundesjugendspiele umgestaltet zu einem „Sportfest“, an dem alle Schüler gemeinsam und engagiert teilnehmen. Zusätzlich zum üblichen Dreikampf  Laufen, Springen, Werfen oder Stoßen messen sich die Klassen Jahrgangsweise in gemischt besetzten Klassenstaffeln über 4 mal 100 Meter.

Diese Duelle werden natürlich lautstark von den jeweiligen Klassenmitgliedern von der Tribüne her unterstützt und bilden deshalb einen positiven Höhepunkt.

Auch die anschließenden Läufe über 800m (Mädchen) und 1000m (Jungen) vor großem Publikum lassen die Emotionen in die Höhe schießen, werden doch auch noch die letzten, zumal, wenn sie aus eigenen Klasse sind, frenetisch angefeuert.

Dieses Konzept wird von den Schülern gerne angenommen, was auch die nahezu komplette Teilnahme aller Wettkämpfer beweist.

Zusätzlich zum Wettkampf in Leichtathletik wird auch in diesem Jahr ein Duathlon in Klasse 5 und 6 ausgerichtet. Bei positiver Erfahrung ist eine Ausweitung auf weitere Klassen vorgesehen.

Neben den Inhalten der Sport-Richtlinien stehen an unserer Schule jahrgangsübergreifend in allen Klassen die Ziele Ausdauer, Gymnastik, Hinführung zur Hilfestellung, Übernahme von Verantwortung und soziales Verhalten im Vordergrund.

Für den Sportunterricht stehen uns 5 Großraumturnhallen in der Nachbarschaft zur Verfügung (Bürrig, 2x Opladen, Berg. Neukirchen, Quettingen). Durch das neue Hallenbad in Opladen konnten wir die Sportart Schwimmen auch für andere Stufen einrichten.

Diese Tatsache und der Umstand, dass wir im Fach Sport auch personell sehr gut ausgestattet sind, ermöglicht eine optimale Durchführung des Sportunterrichtes.

Wir veranstalten jährlich schulinterne Turniere in den Sportarten Tischtennis, Fußball, Basketball. Diese Veranstaltungen sind bei den Schülern sehr beliebt und werden oft ungeduldig erwartet.

Außerdem nimmt unsere Schule seit einigen Jahren recht erfolgreich an verschiedenen Lauf-Events teil, ebenso an der Stadtmeisterschaft Fußball und diversen Turnieren in verschiedenen Sportarten.

Im Wahlpflichtunterricht (WPU) kommt der Sport ebenfalls nicht zu kurz. Zur Zeit gibt es WPUs Luftgewehrschießen, Fußball, Tischtennis, Basketball und Sportspiele.

Die Trendsportarten wie Step Aerobic, Flag-Football, Slagline und auch Parcour (Geräteturnen) finden bei uns verstärkt Beobachtung.

5. Naturwissenschaften

Unser Anliegen ist es in den naturwissenschaftlichen Fächern Interesse und Verständnis für die Bedeutung der uns umgebenden belebten und unbelebten Natur zu wecken bzw. zu vertiefen. Durch beispielartige Einblicke in Gesetzmäßigkeiten und Phänomene unserer Umwelt wollen wir aber nicht nur Kenntnisse vermitteln, sondern unsere Schüler auch zu der Einsicht bringen, dass jeder Einzelne durch verantwortungsvolles Verhalten zum Erhalt des ökologischen Gleichgewichtes beitragen kann.

Der naturwissenschaftliche Unterricht teilt sich an unserer Schule in den meisten Jahrgängen auf in die Fächer Biologie (überwiegend ganzjährig mit zwei Stunden pro Woche), Physik und Chemie (überwiegend zweistündig pro Woche für je ein Halbjahr in Wechsel, mit Ausnahme des Jahrgangs 9). In der Klasse 10 Typ B werden die Fächer Biologie, Physik und Chemie ganzjährig gleichberechtigt mit zwei Stunden pro Woche erteilt. In den A Typen des Jahrgangs 10 findet Biologie ganzjährig zweistündig statt. Physik und Chemie werden jeweils mit einem zweitägigen Intensiv-Kurs abgedeckt.

Für jedes der drei Fächer stehen moderne Fachräume mit Vorbereitungsraum und Materialsammlung zur Verfügung.

Besonderes Gewicht legen wir in unserem naturwissenschaftlichen Unterricht auf das Prinzip der Handlungsorientierung mit größtmöglicher Anschaulichkeit. Je nach Unterrichtsgegenstand, werden auch außerschulische Lernorte genutzt.

6. Arbeitslehre

6.1 Wirtschaftslehre

Allgemeines

In Wirtschaftslehre werden Kenntnisse vermittelt, die jeder Mensch als Teilnehmer am Wirtschaftsgeschehen benötigt, sei es z. B. als Konsument oder in der Berufs- und Arbeitswelt. So trägt das Fach zur Umsetzung der Leitideen „Berufsorientierung und Lebensplanung“ bei. Die Schüler sollen befähigt werden, ihre eigene Stellung und Handlungsfähigkeit im Wirtschaftsgefüge zu erkennen sowie in die Lage versetzt werden, Markt- und Wirtschaftsgeschehen zu beurteilen.

Das Fach wird regulär ab Klasse 7 mit einer Wochenstunde erteilt. Aus pädagogischen und didaktischen Gründen hat die Lehrerkonferenz eine Abkehr von der Erteilung einstündigen Unterrichts beschlossen. Deshalb wird das Fach in den Jahrgängen 9 und 10 derzeit mit zwei Wochenstunden unterrichtet.

Wirtschaftslehre ist Teil des Fachbereichs Arbeitslehre (außerdem: Haushaltslehre und Technik). In der Klasse 10, Typ A, ist Arbeitslehre Hauptfach. Zusätzlich zu den Einzelnoten wird eine Gesamtnote gebildet, die abschlussrelevant ist.

Wirtschaftslehre ist eng mit dem Bereich der Berufsorientierung (siehe Berufsorientierungskonzept) verbunden, z. B. werden Teile des Berufswahlpasses behandelt und erarbeitet. Ebenso sind Vor- und Nachbereitung der Betriebspraktika und von Betriebserkundungen Bestandteile des Fachunterrichts.

Die Fachlehrer halten Kontakt zu Betrieben und beruflichen Trägern der Region, arbeiten im Arbeitskreis „Schule/Wirtschaft“ mit und absolvieren selbst Betriebspraktika.

Inhalte/Themen

  1. Konsumverhalten und Verkaufsstrategien (Bedürfnisse, Werbung …)
  2. Marktgeschehen (Hersteller, Anbieter, Verbraucher/ Angebot und Nachfrage, Geschäftsfähigkeit)
  3. Geld (Vom Tausch- zum Geldhandel, Girokonto, Sparformen, Kredit)
  4. Arbeit und Beruf (Technischer und Wirtschaftlicher Wandel / Kennen lernen von Berufen aus industrieller Produktion, Handwerk und Dienstleistungsbereich)
  5. Betriebspraktikum
  6. Arbeit und Betrieb (z. B. Arbeitsbewertung und Einkommen / Tarifverhandlungen / Gewerkschaften / Mitbestimmung)
  7. Ausbildung (z. B. Bewerbung und Vorstellung / Eignungstests / Ausbildungsvertrag / Jugendarbeitsschutzgesetz / Duales System)
  8. Sozialversicherung / Probleme der sozialen Sicherung
  9. Neue Technologien und ihre Auswirkung auf die Arbeitswelt (Rationalisierung / Globalisierung)
  10. Produktion und Umweltschutz

 

6.2 Technik

Im Technikunterricht  steht die praktische Arbeit der Schüler/innen im Vordergrund. Im Umgang, z.B. mit den Materialien Holz und Metall, entdecken sie eigene Stärken und erfahren in Bezug auf die Berufswahl neue Impulse. Dabei wird großer Wert auf den sicheren Umgang mit den verwendeten Materialien, Werkzeugen und Maschinen gelegt.Darüber hinaus setzen sich die Schüler/innen mit den Auswirkungen technischer Errungenschaften auf die Umwelt auseinander.

Der Technikunterricht wird in den Jahrgangsstufen 7,8 und 10 im Halbjahreswechsel mit Hauswirtschaft erteilt.

In Stufe 9 findet der Technikunterricht im Berufskolleg Opladen statt. Die Schüler werden dort an vier bis fünf Tagen im 2. Schulhalbjahr ganztägig unterrichtet und haben so die Gelegenheit eigene Werkstücke aus verschiedenen Materialien zu fertigen. Darüber hinaus erhalten sie einen ersten Einblick in die Arbeitsweise und den Tagesablauf an einem Berufskolleg.

In Klasse 7 steht der Werkstoff Holz, in Klasse 10 der Werkstoff Metall im Vordergrund. In der Jahrgangsstufe 8 wird der Technikunterricht ausschließlich als Informatikunterricht erteilt.

6.3 Hauswirtschaft 

Hauswirtschaft findet ab Klasse 7 zweistündig und halbjahresweise im Wechsel mit Technik statt. Im Mittelpunkt des Hauswirtschaftsunterrichts steht die Zubereitung von Speisen. Auf diese Weise können die Schüler/innen anwendungsbezogene Fachkenntnisse gewinnen und fachgerechte Arbeitsweisen üben.

Wir beginnen in Klasse 7 mit einer allgemeinen Einführung in den Bereich der Hauswirtschaft. Dazu gehören im Wesentlichen folgende Punkte:

     - Überblick über die Bereiche der Haushaltsführung ( Finanzplanung,

       Einkaufen und Kochen, Wäsche, etc.)

     - Sicherheitsregeln in der Küche

     - Persönliche und Lebensmittelhygiene

     - Umweltgerechte Pflege und Reinigung der Schulküche

     - Grundtechniken der Nahrungszubereitung ( richtiges Schneiden,

       Umgang mit den Elektrogeräten, etc.)

Diese theoretischen Grundkenntnisse werden durch die Zubereitung einfacher Gerichte vertieft.

Aufbauend auf diesen Grundlagen erlernen die Schüler/innen in den Klassen 8 und 9 theoretische und praktische Kenntnisse in folgenden Bereichen:

     -  Gartechniken ( Braten, Dünsten, Backen, etc )

     -  Feste feiern ( Buffet, Nachmittagskaffee, Menü )

     -  Ggf. Kostformen ( Schonkost, Vollwert, Reduktionskost)

In Klasse 10 stehen Arbeitsplanung und Tischformen ( Serviertipps und Tisch decken) im Vordergrund.

Als umfassender Abschluss des Hauswirtschaftsunterrichts planen und bereiten die Schüler/innen im Prüfungskochen in Vierergruppen ein dreigängiges Menü. Hierzu gehören neben der selbstständigen Vorbereitung auch die Erstellung eines Einladungsschreibens, eines Arbeitsplanes und in passend dekorierter Tisch.

7. Religion

Als katholische Schule setzen wir folgende Akzente:

·         Religionsunterricht als unverzichtbarer und verbindlicher Bestandteil des

          Erziehungs- und Bildungsangebotes

·         Kennenlernen der anderen Weltreligionen

·         Das Feiern von wöchentlichen Jahrgangsgottesdiensten, die von den

          Schülern mit vorbereitet und gestaltet werden können

·         Abschlussgottesdienst mit den Entlassschülern

·         Frühschichten in der Advents- und Fastenzeit als Angebot für alle

·         Besuch der einzelnen Pfarrkirchen unserer Schüler (Klasse 5/6) und

          Kirche als Lernort

·         Besuch von Gotteshäusern, auch anderer Bekenntnisse

·         Adventssingen im Treppenhaus (Klasse 5)

·         Wallfahrt im Mai zur Pfarrkirche St. Mariä Geburt in Köln-Stammheim

          (Klasse 7)

·         Religiöse Besinnungstage (Klasse 10)

Themen zum Jahresfestkreis

 Begrüßungsgottesdienste

 Teilnahme an diversen Angeboten der Jule - Kirche

 Thema : Tod als Projekt für die besinnliche Jahreszeit

·         Gespräch mit Betreuern aus dem Hospiz

·         Besuch eines Beerdigungsinstituts

·         Besuch eines Friedhofs

·         Teilnahme an der Aktion zur Reichsprogromnacht

Im Advent

·         Schmücken des Balkons, sowie der Fenster zur Straße

·         Adventssingen im Treppenhaus

·         Frühschicht in der Aula

Fastenzeit

·         Aschermittwoch, Teilnahme an der Vergabe des Aschenkreuzes für          

          die Stufen 5 und 6

·         Frühschichten an den beiden Freitagen vor Ostern (gemeinsam mit

          Pfarrer Teller in der Aula)

·         Fastenessen für die Stufe 8

Besinnungstage für die Stufe 10

Wallfahrt für die Stufe 7 nach Köln –Stammheim

Abschlussgottesdienst der 10. Klassen

·          thematische Gestaltung gemeinsam mit Pfarrer Teller

·          Lieder

·          Lesungstexte

·          Gestaltung des Kirchenraumes

8. Gesellschaftslehre

Der Lernbereich Gesellschaftslehre beinhaltet die Fächer Erdkunde und Geschichte/Politik.

In diesem soll das Verständnis globaler, raumrelevanter, sozialer, politischer, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Ereignisse, Strukturen und Prozesse vermittelt werden.

Durch die Erkundung des Nahraumes und der Auseinandersetzung mit regional raumrelevanten und geschichtlichen Fragestellungen sollen die Schüler befähigt werden, sich im politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben zu engagieren. Darüber hinaus sollen sie kompetenzorientierte Fähigkeiten gewinnen, um sich im Alltagsleben zu Recht zu finden. ( z.B. Fahrpläne lesen oder Ausflüge,  u.a. Kartenlesen) zu organisieren.

Dieses Ziel  wird an unserer Schule unterstützt durch die Einbeziehung außerschulischer Lernorte. Auch hierbei sollen fachspezifische und fachübergreifende Kompetenzen und Methoden erworben werden (siehe Kernlehrpläne). Außerdem dienen derartige Unterrichtsgänge und Exkursionen dazu,  Schüler für erdkundliche und historische Ereignisse, Gegebenheiten und Sachverhalte zu sensibilisieren.

Die Bedeutung der Erkundung der geschichtlichen und erdkundlichen Zusammen-hänge im Umfeld unserer Schule ist uns wichtig. Hierbei kann man (insbesondere in den Jahrgangsstufen 5 und 6) auch ruhig noch einmal den Begriff der„Heimatkunde“ erwähnen. Schüler/innen sollen sich in dem sie umgebenden nahen Lebensraum auskennen und bewusst leben. Sie müssen sich der Geschichte und der erdkundlichen Bedeutung ihres Heimatraumes bewusst werden und motiviert werden, diesen näher kennen zu lernen.

Deshalb werden im Fach Gesellschaftslehre bewusst standortnahe Exkursionen  (Unterrichtsgänge) durchgeführt, die zum Teil fächerübergreifenden Einfluss haben.

Zu Beginn eines jeden Schuljahres überlegt die Fachkonferenz, welche Unterrichtsgänge zu welchen Projekten durchgeführt werden können.

9. Musischer Bereich (KuMuTx)

Musik (Mu)

Der Musikunterricht wird aus personellen Gründen an unserer Schule in diesem Schuljahr 2013/14 in folgenden Gruppen unterrichtet: halbjährlich im Klassenverband für die Stufen 5 und 6 und eine gemeinsame WPU für die Klassen 7 bis 10.

Der Schwerpunkt der Vermittlung vom Erlernen und Singen neuer Lieder wird ausgebaut, wobei auch aktuelle Popsongs mit berücksichtigt werden.

Instrumenteller Unterricht soll im Laufe des Schuljahres aber einen größeren Schwerpunkt bilden, wobei hier zunächst nur auf die vorhandenen Instrumente zurückgegriffen werden kann, die möglichst alle einbezogen werden sollen. Gewünscht ist ein gemeinsames Musizieren mit verschiedenen Musikinstrumenten, der ab und an auch mit Gesang bereichert sein kann. Schüler, die ein Musikinstrument erlernt haben, werden ebenso mit einbezogen.

Keyboards sollen zukünftig einen weiteren Schwerpunkt bilden, da es nachgewiesen ist, dass ein bestimmtes Niveau jeder Schüler schaffen kann – selbst ohne Notenkenntnisse oder Erfahrungen auf anderen Musikinstrumenten und ohne ein eigenes Keyboard zum Üben zu besitzen. Daher ist geplant, dass ein Teil des Musikunterrichts für das regelmäßige Üben auf dem Keyboard verwendet wird.

Die Musikpraxis soll möglichst immer im Vordergrund stehen, sodass Musik besser begriffen wird und im Alltag anders erfahren wird als sonst.

Aus dem oben beschriebenen praktisch orientierten Musikunterricht sollen auch Musikstücke und Lieder hervorgehen, die bei bestimmten Anlässen aufgeführt werden können. Dabei werden zunächst die bereits vorhandenen Anlässe weiterhin genutzt und weitere gesucht. Vorhandene Anlässe sind Begrüßung neuer Schüler, Verabschiedung von Kollegen, Schulfest, Karnevalsfeier, vorweihnachtliches Singen zur Adventszeit etc.

Ziel ist es, den Spaß am musikalischen Tun zu erhalten, zu fördern und mit den Musikstunden ein bewusstes Ventil zu bieten und einen Ausgleich zur oft bewegungsarmen geistigen Arbeit in den nicht musischen Fächern.

Kunst und Textilgestaltung (KuTx)

Das Fach KuTx wird halbjährlich von Klasse 5 bis Klasse 10 zweistündig unterrichtet. In den Basisklassen kann der Unterricht auch blockweise, d.h. z.B. 4stündig in einem Drei-Wochen-Block durchgeführt werden. Der Unterricht findet im Klassenverband statt.

Auch im Rahmen des Wahlpflichtunterrichtes werden zusätzliche kreative Kurse wie Malen/Zeichnen und Textiles Gestalten angeboten.

Den Fächern Kunst und TX kommt eine den eher „rationalen Fächern“ gleichrangige Bedeutung zu, die nicht unterschätzt werden darf.

In einem handlungsorientierten Unterricht, der praktisches Arbeiten und fachtheoretische Reflexion verbindet, wollen wir:

· das ästhetische Empfinden und Handeln fördern,

· die Kreativität fördern und die Freude am kreativen Tun wecken,

· das Sehen-Lernen, d.h. die Sensibilität fördern,

· das Interesse an kultureller Tradition und an neuen Entwicklungen wecken,

· die Möglichkeit der Mitgestaltung der eigenen Lebenswelt bewusst machen,

· das manuelle, feinmotorische Geschick entwickeln,

· das vorausschauende Planen und das Problemlöseverhalten schulen,

· den verantwortlichen Umgang mit Materialien und Werkzeugen wecken,

· Anregungen für eine sinnvolle Freizeitgestaltung geben,

· Möglichkeiten der beruflichen Entscheidung aufzeigen.

Geplant ist, die museumspädagogische Zusammenarbeit mit dem „Schloss Morsbroich“ und anderen umliegenden Museen zu intensivieren.